Meine lieben HerzBauchWerk Blog Leser, ich bin wieder da, zu Hause angekommen mit Baby Nummer drei und ich bin tiefenentspannt. Die ersten vier Lebenstage durften unser jüngstes Familienmitglied und ich im Geburtshaus verbringen. Es war eine wunderschöne Wochenbetterfahrung, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Ich gebe es ganz ehrlich zu, ich war ziemlich enttäuscht, als sich für mich heraus kristallisiert hat, dass ich nicht zu Hause gebären werde. Mein Mann hat darauf bestanden, dass ich mich nach der Geburt erholen soll und da wir schon zwei Kinder  und einen ziemlich wilden Alltag haben, hat er die Möglichkeit mich in Ruhe zu Hause zu erholen als nicht realisierbar eingestuft 😉 . Mein Mann sollte Recht behalten, ich bereue den Enscheid, ins Geburtshaus zu gehen keine Sekunde, es war eine wunderschöne, tiefenentspannende Erfahrung.

Das Geburtshaus Terra Alta (hohe Erde) befindet sich in der Gemeinde Oberkirch, bei Sursee etwas erhöht am Waldrand. Es wurde im August 2005 von fünf Hebammen gegründet und in den letzten sechs Monaten neu renoviert, am 15.- 16. April fand das grosse Erföffnungsfest zum 10. Geburtstag statt.

Ich möchte hier gerne darüber schreiben, wie ich mich bei meinem Besuch gefühlt habe, deshalb lasse ich alle Facts über Infrastruktur und Einrichtungen aus, dazu gibt es für Interessierte die tolle Terra Alta Homepage .

Bei meinen ersten beiden Geburten habe ich den Start ins Wochenbett im Krankenhaus verbracht. Da wir zu diesem Zeitpunkt noch in einer anderen Gegend gewohnt haben, kam für mich eine Geburt in einem Geburtshaus nicht in Frage. Für mich war es bei meinen ersten beiden Geburten schon sehr wichtig, in Ruhe in die MamaWelt zu starten. Deshalb habe ich mich upgraten lassen, um im Spital ein Einzelzimmer belegen zu können.

Und da kommen wir schon zum ersten grossen Unterschied: Im Geburtshaus gibt es nur Einzelzimmer. Jedes Zimmer ist ein Familienzimmer mit Doppelbett. Hier besteht die Möglichkeit, dass das Wochenbett als Familie belegt wird. Frisch gebackene Papas sind hier also herzlich willkommen und dürfen mit Mama und Baby das Zimmer bzw. Bett teilen. Und wenn schon ein kleines Geschwisterchen da ist, dann darf auch das mit dabei sein.

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Wow, hab ich mir dabei gedacht, was ist das für eine wunderschöne Möglichkeit, als Familie ins Leben zu starten! Unbezahlbar würde ich mal sagen. Und diese Möglichkeit haben auch einige genutzt während meinem Aufenthalt im Geburtshaus. Viele Papas haben ihre Frauen und Babies mit begleitet, das hat mich sehr berührt.

Hier wird man verwöhnt. Es scheint mir, im Terra Alta ist alles auf MamaVerwöhnProgramm ausgerichtet. Ach, ich habs mir gut gehen lassen! Die Küche war einfach nur himmlisch! Zum Frühstück gab es ein grosses Morgenbuffet, das Mittag- und Abendessen bestand aus Salat, Hauptgang und Nachtisch und beim Nachtessen bekam frau noch als AufbauExtra eine selbst gemachte HühnerKraftSuppe. So zu sagen der Asterix Zaubertrank für frisch gebackene Mamas… 😉

Als ich mir das Essen so im Mund zergehen liess konnte ich förmlich schmecken, wie es mit viel Liebe und Freude zubereitet wurde. Ich habe jede Mahlzeit besonders genossen, weil man sich dann im Speisesaal getroffen hat, an einem grossen Tisch mit Mamas und Papas und Babies sass und miteinander geredet hat. Vielfach auch über die Geburt, darüber, wie man das alles erlebt hat, wie es ist, plötzlich Mama zu sein. Ich hab diese Gespräche geliebt. Und mir wurde bewusst, dass sie wichtig sind. Sich austauschen, merken, dass man mit den Themen nicht alleine ist, dass dies und das zum Mama oder Papa werden gehört.

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An einem Abend hab ich gespannt bei einer Diskussion mitgehört, wo sich zwei Päärchen über die Geburt unterhalten haben. Beide Mamas hatten ziemlich strenge, lange Geburten und wurden später auch zum Gebären ins Krankenhaus, welches 5 Autominuten entfernt ist, verlegt. (ja meine Lieben, im Geburtshaus geht man kein Risiko ein, ganz entgegen dem gängigen Klischee, das noch in vielen Köpfen rum schwirrt!) Ich war sehr gerührt, als der eine Papa sich dem anderen zugewendet hat und ihm gesagt hat: „fandest du es auch so krass?“ In dem Moment wurde mit bewusst, dass genau dieses Zusammenkommen, dieser Austausch extrem wertvoll und bereichernd sein kann. Im Krankenhaus findet das nicht statt. Dort ist frau ziemlich abgeschottet, isoliert, muss mit sich selber alles ausmachen (ausser sie hat eine ganz tolle Bettnachbarin).

Das Verwöhnprogramm geht weiter! Natürlich wird man hier ganz intensiv von den Hebammen betreut, gepflegt umsorgt und beraten. Hier werden einem förmlich die Wünsche von den Lippen gelesen. Mein ganz persönliches HighLight: die tägliche Bauchmassage. Einfach im Bett liegen, sich treiben lassen, den Duft vom Bahnhofapotheken Wochenbett Bauchmassageöl in die Nase ziehen und sich entspannen. Wuuuuuunderbar!

Der Terra Alta Spirit lebt aber meiner Meinung nach nicht vom guten Essen, der wunderschönen Lage und dem heimeligen Ambiente. Nein er lebt auf durch die guten Seelen, die hier arbeiten, mit ganzem Herzen mit dabei sind und ihren Job lieben. Das merkt man hier einfach, dass Menschen dieses Haus füllen, die ihren Traum leben. Die den Mamas und den Babies den Raum geben, den es braucht, um ein wunderschönes Geburtserlebnis in Ruhe und Achtsamkeit zu erleben. Hier arbeiten Menschen, die einfach nur da sind, damit Frau als Mama ankommen darf. Damit aus einem Paar in Ruhe und Geborgenheit Familie werden darf. Das hat mich tief berührt in meinem Herzen. Und genau das nehme ich mit aus diesen vier Tagen Aufenthalt an diesem wunderschönen, zauberhaften Ort. Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass wir das so erleben durften, und das es noch solche wunderbare Orte gibt! Es hat mir meinen Start als Dreifachmama unglaublich versüsst!

Danke liebe Terra Alta Frauen, ich werde euch im Herzen noch ein Weilchen mit mir mit tragen! <3

 

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