Sechzehn Jahre hab ich hormonell verhütet und mir null Gedanken darüber gemacht, was das Ganze mit meinem Körper so macht. Ich war einfach nur froh, dass es sowas gibt wie die Pille oder den HormonRing, damit ich zum guten Glück nicht schwanger werde.

Was die Pille so mit mir machte, merkte ich erst, als ich sie absetzte. 

Mir war wochenlang übel, es ging mir irgendwie schlecht und mir wurde bewusst, dass ich eine ganz andere war ohne die Pille. Mein Körper brauchte etwa ein halbes Jahr, bis er sich eingependelt hat in sein Dasein ohne all die künstlichen Hormone. Es fühlte sich für mich so an, als würde sich langsam, Tag für Tag ein Schleier lüften, der lange Zeit unbemerkt auf mir lag. Meine Kopfschmerzen verschwanden, mein Bauch war weniger aufgebläht und meine Periode war ganz anders. Eine richtige Periode.

Meine Frauenärztin hat mir mal den Tip gegeben, ich könne auch gleich drei Päckchen meiner Pille hintereinander nehmen, denn die Abbruchblutung, die es gibt bei der Pille sei nur so ein „psychologisches Ding“, damit die Frauen das Gefühl haben, noch Frau zu sein und richtig zu „funktionieren“. Ich hab das lange Zeit auch so gemacht, diese Aussage nicht hinterfragt. Heute, wenn ich daran denke, find ich diese Aussage unglaublich krass. So ein psychologisches Ding, damit Frau noch das Gefühl bei dem ganzen Mist, die sie sich reinzieht hat, dass sie ganz „normal“ funktioniert.

Es kam also der Zeitpunkt, als ich schwanger werden wollte und die hormonelle Verhütung hinter mir gelassen hab. In der KinderWunschzeit hab ich mich dann immer mehr und mehr in den weiblichen Zyklus eingelesen. Studierte Basaltemperaturkurven, ZervixschleimQualitäten, lernte, wann ein Ei springt. Ich habe meinen Körper ganz neu kennen gelernt. Das Thema hat mich total fasziniert und das macht es heute auch noch.

Und weil ich schon immer eigentlich gerne mit einem ZyklusComputer verhütet hätte, mir aber jeder davon abgeraten hat, weil diese Dinger überhaupt nicht sicher wären, und es im Kinderwunsch ja nicht so eine grosse Rolle spielt, wenn man trotzdem schwanger wird, hab ich mir einen LadyComp gekauft. Ja ich gebe es zu, es braucht am Anfang ein bisschen Eingewöhnung in die Thematik, die Bedienung war für mich etwas kompliziert und ich musste daran denken, am Morgen erst meine Temperatur zu messen, bevor ich aufstehe. Dieser Computer hat mir sehr zuverlässig meinen Eisprung und meine fruchtbaren Tage ausgerechnet, was ich natürlich super fand.

Nun, ich wurde zweimal schwanger, ganz gewollt und danach war es an der Zeit für mich, wieder mal ans Verhüten zu denken. Nur wie? Eins stand fest: Hormone kommen keine mehr in meinen Körper! No way! Und so machten wir weiter mit meinem ZyklusComputer. Trotz aller Warnungen von den selbst ernannten Verhütungsexperten da draussen. Denn eigentlich war dieser LadyComp nur noch meine Stütze, ich kannte mittlerweile meinen Zyklus und meine fruchtbaren Tage so gut, dass ich theoretisch auch keinen Computer mehr dazu brauchte um heraus zu finden, wann ich schwanger werden könnte.

Die alte LadyComp Generation


Eins störte mich einfach immer wieder an diesem LadyComp: ich fand das Ding ziemlich Steinzeitalterlich, wenn er mir mit schrillem Ton auf seinem analogen Display meine Morgentemperatur um die Ohren haute. Mir fehlte eine Zykluskurve, weil ich die so mochte. Ich sehnte mich insgeheim nach einem Touchscreen und ertappte mich dabei, dass ich immer wieder auf der Homepage vorbei schaute, um mich zu erkundigen, ob mal eine neuere Version raus kommt. (Mittlerweile gibt es eine neuere Version) Und plötzlich, eines Tages hab ich noch was viel besseres entdeckt: daysy!

daysy


Wenn man daysy zum ersten Mal sieht denkt man sich wahrscheinlich: was ist denn das? Ein kleines, stylisches Etwas. Ganz weiss, mit einem Knopf in der Mitte der farbig blinkt wenn man ihn drückt. Daysy ist so klein, dass sie unter das Kopfkissen und in jedes Handtäschchen passt. Und was mir am besten gefallen hat: daysy lässt sich mit einem App mit dem iPhone verbinden und auf dem App wird deine Zykluskurve abgebildet. Es ist ganz einfach. Am Morgen, bevor du aufstehst drückst du zweimal auf den mittleren Knopf von daysy, misst deine Basaltemperatur und daysy antwortet mit einem farbigen Lichtlein, in welcher Phase von deinem Zyklus du dich gerade befindest. Rot bedeutet fruchtbar, grün unfruchtbar und gelb bedeutet, dass daysy dich noch kennen lernen muss, bzw. den Tag nicht in fruchtbar oder unfruchtbar einteilen kann.

Ich musste diese daysy sofort haben. Und seit mittlerweile knapp drei Jahren verhüten wir damit. Und ja, dazwischen ist noch ein Baby auf die Welt gekommen, sorry, meine lieben ZyklusComputerKritiker: daysy hat funktioniert: das Baby war so geplant!

Was haltet ihr von ZyklusComputern? Eure Meinung würde mich interessierten, hinterlasst mir doch einen Kommentar! Ich find die Dinger echt spannend, am liebsten würde ich gerne jedes Modell auf dem Markt durchtesten, nur leider ist das ein bisschen ein zu teures Hobby für mich, hihi…

Wer sich gerne genauer über natürliche Verhütung und die verschiedenen ZyklusComputer, die auf dem Markt sind informieren möchte, dem empfehle ich Ladyplanet. Die Seite ist mit so viel Liebe gemacht und vollgespickt mit ganz ganz vielen wertvollen Themen rund ums Frau sein. Schaut mal vorbei. Auch die vielen spannenden Videos sind zu empfehlen! Hier findet ihr auch unterschiedliche ZyklusComputer zum bestellen in der Schweiz. Und Menstruationstassen, die kann ich auch nur empfehlen! (Darüber muss ich glaube ich auch mal schreiben, hihi)

Wer sich gerne noch genauer über daysy informieren möchte, hier gehts zur Homepage.

Wer sich für den grossen Bruder von daysy interessiert, findet den Lady bzw. BabyComp hier.

Der neue LadyComp

Und wer sich jetzt wundert über so viele Produkte und Empfehlungen: dies ist kein Werbeartikel, ich hab genau gar nichts davon, möchte euch einfach nur meine Erfahrungen weiter geben.

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