Man sieht nur mit dem Herzen gut. Wer kennt diesen Satz nicht? Ein grosser Satz von einem ganz wunderbaren Buch, welches ich ganz ehrlich gesagt noch nie fertig gelesen hab. (keine Ahnung wieso. Ich schaff es einfach nicht.)

Aber was ganz genau bedeutet es denn, wenn wir mit dem Herzen sehen? Und wie stellen wir das an? Was bringt es uns? Reichen die Augen nicht aus?

HerzensArbeit ist eine wunderschöne Sache. Das spür ich immer wieder in meinen Meditationsabenden oder Coachings. Einander auf Herzebene begegnen, vorurteilsfrei, liebend und achtsam wahr nehmen, was ist.

Das ist etwas ganz besonderes.

Manchmal, ja manchmal scheint es mir, als wären wir von unseren Herzen regelrecht abgeschnitten. Wir legen es beiseite und geben unserem Verstand die Führung. Vieles muss ganz rational entschieden werden. Vieles entscheiden wir mehr oder weniger bewusst halt einfach, weil man das so tut. Weil man muss, soll, will.

Weil man dazu gehören will, geliebt werden will, Anerkennung haben will.

Oft machen HerzensEntscheidungen Platz für Entscheidungen, die völlig rational getroffen werden. Manchmal auch aus Angst, etwas zu verlieren. 

Stecken Menschen in schwierigen Situationen und fragen mich, was sie tun sollen sag ich oft: „was will dein Herz?“

Ganz oft erhalte ich keine Antwort. Oder ein „ich weiss es eben nicht.“ oder ein enttäuschtes Gesicht, weil man doch nach einer Lösung sucht. Ich gibs ganz ehrlich zu, ich mag diese Antwort auch nicht immer hören. Manchmal soll es doch einfach schnell gehen. Soll das Problem weg sein. Will man endlich wieder normal sein, das Leben geniessen.

Lösungen findet man meist nicht im Aussen. Die guten jedenfalls. 

Ich helfe oft, heraus zu finden, was denn das Herz so will. Oder einfach nur mal zu spüren, wie es sich anfühlt, diese Herzenergie. Was sie mit einem macht. Was der Unterschied ist zwischen ImVerstandSein und ImHerzenSein. Nur schon das zu erkennen kann ganz viel auslösen und verändern.

Unser Ego ist ein grosses Konstrukt aus Gedanken, Theorien, Wertungen, Glaubensmustern. Guten und schlechtenDas Ego ist das, was uns als Mensch ausmacht. Es kann mega mega gross oder aber auch ziemlich klein sein. In manchen Situationen ist es für uns ganz hilfreich.

Oft steht es uns aber auch im Weg.

Wir werden so erzogen, dass wir auf das Ego zu hören haben. Schon in der Schule lernen wir, zu werten, vergleichen, zu den Guten gehören zu wollen. Das ist EgoEnergie. Sie wird uns antrainiert. Wenn du ein kleines Kind beobachtest, dann kannst du erkennen, wie es verbunden ist, ganz wertfrei im Leben steht und sein Ego oft aussen vor lässt. Das ist der Grund, weshalb uns Kinder oft so faszinieren. Sie lösen in uns diese Sehnsucht aus nach dieser Verbundenheit, diesem einfach nur annehmen was ist.

Aber wie lernt man denn jetzt mit dem Herzen zu sehen? Eine gute Frage. Zuerst sollte man mal einfach damit anfangen, sein Herz zu spüren. Am besten geht das, wenn man mal ganz bewusst in den Herzbereich atmet, seinen Atem hier hin lenkt. Den Geist ruhig lassen lässt und einfach mal spürt. Wie es sich dort anfühlt. Es kann auch sein, dass dort ein Druck herrscht im Brustkorb. Dann stell dir vor, wie dein Herz weit wird. Und beobachte.

Ich mache diese Übung mehrmals am Tag. Dann, wenn ich eine schwierige Begegnung hab. Dann, wenn mich wieder einengende Gedanken überrennen. Dann, wenn ich mich gestresst und zerstreut fühle. Dann, wenn ich wieder sollte, müsste, wollte.

Und dann frag ich immer wieder: was willst du, mein liebes Herz? Die Antwort ist meist ein Gefühl oder ein Bild. Keine Worte.

Man spürt nur mit dem Herzen gut.

Vielleicht sollte der Satz so heissen.

HerzBauchWerk ist so ein HerzKonstrukt. Manchmal, ja manchmal da funkt der Verstand noch etwas rein. Dann, wenn ich das Gefühl hab, ich sollte mehr Interaktionen auf meiner Seite haben. Ich sollte mehr Menschen haben, die sich für meine Arbeit interessieren, ich sollte noch mehr Angebote haben, mehr Marketing machen, ich müsste doch jetzt an dem OnlineKurs arbeiten. Und was tust du, wenn keiner deinen Kurs bucht?

Woooow, alles ganz schön einengend. Ich merke schon beim Schreiben, wie es meinen Brustkorb zusammen zieht. Angst macht sich breit. 

Und jetzt? Was mach ich jetzt damit? Ich nimm die kleine Angst an der Hand und betrachte sie. Fühle sie. Gib ihr Raum. Beobachte. Ohne dass sie die Kontrolle übernimmt. Und im richtigen Zeitpunkt lass ich sie los. Das heisst nicht, dass sie nicht wieder kommt. Sie darf kommen. Sie darf einfach nicht bestimmen.

Sie sind wichtig, unsere Ängste, sie zeigen uns, wo wir noch Grenzen sprengen können, wo wir mehr auf unser Herz hören sollten. Denn das kennt keine Angst. Keine Begrenzung. Und hat oft ganz kreative, unkonventionelle Ideen.

Im Herzen sein. 

Seiner Sprache lauschen.

Sie verstehen.

Darauf vertrauen.

Erkennen, wenn man aus dem Ego und aus Angst handelt.

Ängste los lassen.

Frei werden.

Sich erkennen. 

Die eigene Grösse annehmen.

Wieder fühlen.

Neue Wege gehen. HerzensWege. 

Das ist es, was ich mach. Und das mach ich unglaublich gerne. Egal, ob es in einem spirituellen Coaching, in der mentalen Geburtsvorbereitung oder wenn ich Lebensbäume male ist. Es ist meine Aufgabe. Und die liebe ich. Auch wenn es manchmal schwierig ist, mit dem Kopf zu verstehen.

Auch für mich.

Aber es fühlt sich richtig an. Verdammt richtig. Egal, was kommt. Denn es ist mein Weg.

 

 

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