Ja ich weiss, in mir schlägt wahrscheinlich schon so ein klein wenig ein RebellenHerz. Aber nur ein klein wenig. Ich hinterfrage so einiges und ganz ehrlich, manchmal da fühl ich mich auch nicht wirklich wohl in dieser Welt. Es kommt nur noch selten vor. Aber es kommt vor.

Als ich noch ein Kind war, da kann ich mich noch sehr gut daran erinnern, dass mich die Welt da draussen manchmal fast erdrückte.

Hast du das auch so wahr genommen? Da war meine Welt, mein Erleben, mein Wahrnehmen und da war die Welt da draussen, die so vieles vor gab, das für mich einfach nicht wahr oder richtig oder nachvollziehbar war.

Immer wieder sah ich vor meinem inneren Auge diesen Pfad, diesen Weg der das Leben oder besser gesagt, die Welt da draussen vor gab. Es schien mir, dass alles immer gut lief, wenn ich mich schön brav auf diesem Weg bewegte. Verliess ich ihn, fing regelmässig die Kacke an zu dampfen.

Hinterfragte ich, wurden die gefragten irgendwann mal sauer. Und es kam die Antwort aller Antworten: „man macht das halt so“ denn „die Welt ist halt so“. Ich find das auch nicht so toll aber. Wir können froh sein dass…

Ich fühlte mich oft ungesehen, unverstanden und einsam. Ich fühlte wohl unbewusst diese Ohnmacht, die hinter diesen Worten steckte.

Ich konnte mir tagelang vor stellen, wie eine Welt aussehen würde ohne Autos. Ich versank in absoluter Wut, wenn ich hörte, dass wieder eine Atombombe getestet wurde. Ich begriff nicht, weshalb es immer noch Menschen gibt, die verhungern.

Ich verstand die Welt nicht. Die Werte, die ich lernen sollte, hielten die Erwachsenen anscheinend nicht ein. Sie logen, betrogen, waren gierig, stritten, kämpften.

Für was?

Ich wünschte mir regelmässig eine bessere Welt. Statt Lösungsvorschläge und Ideen für eine bessere Welt hörte ich  immer wieder die Antwort: „man macht das halt so.“

Hm. Man macht unglaublich vieles, dass man eigentlich total scheisse findet und es doch tut, weil halt eben man es tut?

Da frag ich mich doch ernsthaft, welcher dämliche „man“ damit angefangen hat.

Man bist du! Immer du! Denn das „man“ entsteht in deinem Kopf. In dem Glauben, dass das „man“ das Trampelpfädchen vor gibt, auf dem du dich schön brav verhalten darfst und dann kommt alles gut. Hier bist du sicher. Hier kann nichts passieren. Hier wirst du akzeptiert und geliebt. Von wem? Von man?

Ja. Hier passiert wirklich nichts. Nichts weltbewegendes für DICH, denn hier bestimmt „man“!

Ich könnte jetzt tausende Beispiele nennen, von Dingen, die „man halt so“ macht. Und wir einfach so als gegeben oder erstrebenswert hin nehmen. Und ja, auch ich mach noch Dinge, die „man halt so“ tut. Weils einfach einfacher ist. Unkomplizierter. Es wirft keine Fragen auf. Es tut nicht weh.

Weh? Hast du jetzt weh gesagt? Reden wir jetzt über Schmerz?

Ja reden wir. Weil zu erkennen, was DU wirklich willst und was MAN so tut, das kann ziemlich schmerzlich sein. Vor allem dann, wenn du merkst, dass deine Bedürfnisse von dem „das macht man halt so“ ziemlich stark abweichen.

Das Ganze kann aber auch einen ganz spannenden Prozess in Gang führen, wenn du traust ihm Raum zu geben. Du kannst aber natürlich auch weiter machen wie bisher, mit einem semi guten Gefühl dabei.

  1. Zuerst merkst du, das irgendwas nicht stimmt. Dich zieht es immer wieder weg von diesem Pfad, dahinter siehst du ganz viele tolle, spannende Dinge, aber irgendwie ist alles noch ein bisschen verschwommen. Aber sie ist da, diese Neugier. Oder vielleicht ist dein Leidensdruck schon so gross, dass du das Gefühl hast, schlimmer als auf diesem Pfad kann es gar nicht mehr werden.
  2. Du hast also erkannt, dass etwas sich ändern muss. Aber was? Erkenntnis ist die Kraft, mit der du dich befreist – nutze sie!
  3. Du spürst Angst? Keine angst, die spüren alle! Wir Menschen sind nämlich Schisshasen. Und wir wollen grundsätzlich dazu gehören, geliebt und akzeptiert werden von unserem Umfeld. Verlassen wir Pfade, haben wir meistens immer angst davor, nachher alleine da zu stehen.
  4. Und genau deshalb solltest du dir eine ganz wichtige Frage stellen: Willst du diesen Pfad verlassen, weil DU es so willst, weil da ein Gefühl in dir brennt, das sagt, dass das richtig ist, oder nur weil „man das so“ du weisst schon.
  5. Nimm die Angst an. Nimm sie in den Arm wie ein kleines Baby und geh mit ihr weiter. Es ist nicht falsch, angst zu haben. Wahrscheinlich werden sich zu der Angst noch andere Emotionen und Gefühle hinzu setzen. Nimm auch sie an. Vielleicht hast du sie schon viel zu lange immer wieder unter den Teppich gekehrt. Sie haben ihre Berechtigung. Also spür die Trauer, die Wut, die Angst.
  6. Und dann? Dann tut sich vor dir eine ganz neue Welt auf. Deine Welt. Du spürst dich. Und nicht irgendwas, weil „man das so tut“. Du merkst, wie du die Schöpferin von deinem Leben wirst und deinen Weg gehst.
  7. Dieser Weg kann sehr unkonventionell sein. Solange er denn anderen in keinster Weise weh tut und sich für dich richtig anfühlt, so lange ist er der richtige Weg für dich.

Ein kleines Beispiel aus meinem Leben möchte ich doch noch hier hinzu fügen. Da gibt es nämlich etwas, wo ich ganz bewusst den Pfad verlassen hab. Das hat nachher eine richtige Kettenreaktion ausgelöst. Mein Leben ist dadurch extrem spannend geworden. Es ist nicht einfacher geworden. Ich habe auch Tiefpunkte. Ich mache aber etwas, dass aus meinem vollsten Herzen kommt. Es ist etwas, dass ich in diese Welt hinaus tragen möchte. Und das macht mich glücklich.

Ich hab den Pfad des „man macht das halt so“ in Bezug auf meine Geburt von meinem zweiten Kind verlassen. Ich habe mich ganz klar nach MEINEN Bedürfnissen ausgerichtet. Ich habe so geboren, wie ICH das will und nicht wie „man das tut“ oder wie „man weiss schon, was richtig ist“

Was ist passiert? Ich habe mich neu geboren. Ich habe meine unglaubliche, weibliche Kraft gespürt. Ich hab erfahren, zu was mein Körper fähig ist. Ich durfte Leben auf diese Welt bringen. Dieses Kind, alle meine Kinder sind schon so perfekt. Ich muss nichts an ihnen ziehen. Es ist wie eine Geburt. Sie läuft von alleine, wenn wir der Kraft nur den Raum geben. Auch so entwickeln sich meine Kinder eigentlich von alleine.

Das alles hat grosse Kreise gezogen und zieht sie noch weiter. Ich erkenne, das meine Kinder „das macht man halt so“ genau so wenig brauchen wie ich es eigentlich gebraucht hätte. Sie müssen nicht auf vorgetrampelten, veralteten Pfaden gehen. Sie sollen in die weite, bunte, glückliche, Welt hinaus. In ihre Welt hinaus.

Drei Kinder, drei Welten. Drei Mal andere Bedürfnisse. Drei wundervolle, einzigartige Wesen, die einfach nur SEIN wollen. Und ich? Ich bin wahrscheinlich eine schlechte Mutter. Weil ich nicht erziehe. Denn „das macht man halt so“. Weil ich die Schule, so wie sie heute ist, hinterfrage. Tja, da mussten wir alle durch. Ich weiss es. Aber hat es Spass gemacht? Muss es denn Spass machen? Nein? Wieso nicht? Weil das so ist? Weil man nur so auf das Berufsleben vorbereitet wird? Auf ein Leben, dass den meisten von uns nicht wirklich Spass macht, weil „man…..“

Ich hab keine Lust zu kämpfen. Das machen schon genug mans. Das einzige, wozu ich Lust habe, sind Pfade verlassen, neue Wege gehen. Und wer weiss, vielleicht kommt die eine oder andere ja mit. Auf ihrem ganz eigenen Weg. Denn ich kann nicht sagen, wie man es machen soll. Nur eines kann ich, ich kann DIR zeigen, wie du DEINEN Weg finden und gehen kannst. Weit weit weg von Trampelpfaden. Und dich dabei nicht einsam fühlen musst.

Spannend, nicht? Sei doch nicht so! Was denkst du wieder für wirre Gedanken! Was beschäftigt dich das denn so? Weshalb musst du schon wieder alles anders tun? Übertreib doch nicht so! Sei doch nicht so empfindlich. MAN ist nicht so. So wie? So hochsensibel? Sollte MAN nicht? Lieber Deckel drauf und weiter auf dem öden Pfad? Nein, darauf hab ich keine Lust.

Wenn auch du keine Lust dazu hast und einen kleinen Blick weg von den öden Pfaden riskieren willst, dann melde dich doch für meine kostenlose Neujahrchallenge an. Sie hilft dir dabei, deine Hochsensibilität wach zu küssen und neue Pfade zu entdecken.

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