Wie fühlt es sich wohl an, dieses MutterSein? Das hab ich mich oft gefragt, bevor ich Kinder hatte. Ich sah Frauen, die ihr Leben umkrempelten, Frauen, die aufblühten in der Mutterrolle, Frauen, die unbedingt das Leben behalten wollten, dass sie vor dem MutterWerden hatten.

Ich fragte mich damals oft, welche Art von Mutter ich wohl sein würde. Ich hatte genaue Pläne: Wenn ein Kind, dann nur eines. Denn eines kann man ganz gut handeln mit dem eigenen Leben. Da gibt es noch genug Raum für die Karriere, den Job, das Business, welches man sich so hart und ehrgeizig erarbeitet hat, die Beziehung, den Mann. Man hat ja das alles nicht umsonst gemacht. Und ja, ich wollte noch arbeiten. Drei Tage die Woche. Mindestens. Damit ich den Faden nicht verliere, damit ich noch etwas wert bin. Damit ich noch vieles erreichen kann.

Es kam alles anders.

Ich habe drei Kinder geboren. I

ch hab den Job hin geschmissen.

Meine Karriere versaut.

Was ist passiert?

Ich bin Mutter geworden, das ist passiert.

Alle reden sie von diesen Muttergefühlen und man denkt: „jaja, erzähl du…“ Bis man gebärt. Vielleicht wie ich, beim ersten Mal 36 Stunden lang. Und dann dieses Kind, diesen kleinen Scheisser auf der Brust spürt, seinen warmen, klebrigen, wunderschönen perfekten Körper auf sich spürt, riecht und weiss: Wow, das ist mein Kind! Dieses Kind ist zu mir gekommen. Es hat mich zur Mutter gemacht.

MutterKraft hat mich wach geküsst. MutterKraft ist durch mich geflossen, widerstandslos. Mit jeder Welle, die meine Gebärmutter kontrahieren liess, spürte ich diese Kraft. Die Kraft, die Unglaubliches erschafft. Die Kraft, die im besten Fall einfach durch mich fliesst, ich einfach Kanal dafür sein darf und durch sie gebären lasse. Die Kraft, die so unberechenbar wild sein kann. Die Kraft, die mich weg tragen kann, wenn ich mich nicht ganz und gar ihr hin geben kann, nicht offen bin für das, was durch sie auf diese Erde kommen will.

MutterKraft ist aber nicht „nur“ gebären. Sie zeigt sich uns in der Geburt in ihrer reinster Form, ganz pur. Wir können uns in diesem Augenblick ihr nicht mehr widersetzen, ob wir wollen oder nicht. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als uns ihr hin zu geben. In diesem Augenblick, kann sie unsere Verbündete werden oder unser grösster Feind.

MutterKraft ist Hingabe. Mutter zu werden setzt einen unglaublichen Transformationsprozess in uns in Gang. Ob wir es wollen oder nicht. Halten wir an Altem fest, kann sie schmerzen. Sind wir frei und offen für sie, dürfen wir unsere Kreativität, unsere Kraft, unser Potential leben. Wir geben uns voll und ganz ihr hin und merken, zu was unglaublich Grossem wir im Stande sind.

MutterKraft ist MutterErde. Du musst nicht Mutter sein, um diese Kraft zu spüren. Du musst nicht gut geboren haben, um eine kraftvolle Mutter zu sein. Du musst nur eines: Dich mit dieser Kraft verbinden, offen sein für sie, den Boden unter deinen Füssen spüren. Grabe deine nackten Füsse in Erde und spüre sie. Geh in den Wald, verbinde dich mit den Wurzeln der Bäume, mit allem, was ist. Heile dich und deine Weiblichkeit.

MutterKraft ist Kreativität. Komm ins Tun, tanze den Tanz, gib dich hin. Gib dich dieser Kraft hin. Wer willst du sein? Eine Frau, die sich nach dem Leben der anderen richtet und sich selber keinen Raum gibt? Oder bist du Mutter, jemand, der allem und jedem, der in ihr Leben tritt Raum gibt? Am meisten sich selber? Gib dir Raum! Wer willst du sein? Gib dich dem hin, was sich in diesem Raum gerade zeigen will.

MutterKraft erschafft. MutterKraft erschafft Leben, dein eigenes und neues. MutterKraft erschafft neu, ist dazu da, neues im Vertrauen gross werden zu lassen. Werde gross, gib dich hin. Gib dich immer wieder dem Erschaffen hin. Erschaffe dich neu. Wer bist du? Bist du Frau? Angestellte? Businesslady? Gute Mutter? Böse Mutter? Frau im Kinderwunsch? Schwangere? Kinderlos?

Egal, wer du bist, gib dich hin. Dieser Kraft. Diesem Sein. Denke über deine Gedanken hinaus, lass sie los, werde zur Schöpferin deiner selbst. Lass alte Konditionierungen los, geh in deine Grösse und werde weit. Werde schöpferisch.

Frau sein ist mehr als Schminke, hohe Schuhe, kurze Röcke, Brüste, Periode, Lippenstift und Nagellack. Frau sein ist wild, ist zyklisch, sind Wellen, die über einem einbrechen oder auf denen man reitet. Frau sein heisst verbunden sein mit den Wurzeln, den Boden unter den Füssen spüren, Raum geben, sich hin geben, ohne sich aufzugeben.

Hin geben und voll und ganz präsent sein, bei sich sein, wissen, wie der Raum aussieht, was der Raum ist, den man gibt.

Wissen wir, was es heisst, Frau zu sein? Wissen wir wirklich, wer wir sind, wir Frauen? Haben wir uns zu lange dem Patriarchat angepasst? So lange, über so viele Generationen, dass wir uns gar nicht mehr richtig spüren können?

Ganz tief. Ganz ganz tief ist sie in uns drin. Diese Urweibliche Form. Diese Kraft. Die MutterKraft. Wie sie aussieht? Was sie ist? Ich weiss es nicht.

Aber ich bin bereit, sie mit dir zu entdecken. Hier und Jetzt. Kommst du mit mir?

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