In meinem Umfeld hab ich ab und zu den Eindruck, dass man die Möglichkeit sich seine Wunschgeburt vorzustellen vorbei ziehen lässt. Nicht, dass man sich nicht damit auseinander setzt, aber irgendwie hab ich das Gefühl, dass man sich diesen Wunsch gezielter formulieren könnte, dass man ihm mehr Ausdruck bringen und ihm Leben einhauchen dürfte.

Ich muss zugestehen, ich bin ein Fan von Affirmationen Visualisierungstechniken. Ich mag es sehr, sich genau das, was man erreichen möchte so vorzustellen, als ob man es schon hätte. Als ob man schon im Ziel drin lebt. Man holt so zu sagen die Zukunft ins Jetzt. Denn das Unterbewusstsein unterscheidet nicht zwischen Vergangenheit, Zukunft oder Gegenwart. Für das Unterbewusstsein gibt es nur das JEtzt. Als Kind hatte ich eine grosse Phantasie und so fällt mir das auch heute gar nicht so schwer, mich in meine Visionen und Wünsche zu versetzen, in ihnen zu leben als wären sie schon real.

Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war haben mein Mann und ich den sanfteGeburt© Geburtsvorbereitungskurs bei Urs Camenzind besucht, in dem wir dazu aufgefordert wurden, uns ein Drehbuch für unsere Wunschgeburt zu schreiben. Ich fand die Idee wunderschön, und so haben wir uns daran gemacht, kraftvolle, positive Sätze zu formulieren, wie wir uns unsere Wunschgeburt vorstellen.

Unser Drehbuch war immer präsent, ich habe es jeden Tag durchgelesen und die Sätze waren in meinem Hirn eingebrannt. Ich sah meinen Sohn kraftvoll und ruhig durch meinen Geburtskanal gleiten oder stellte mir vor, wie sich mein Gebärmutterhals sanft wie eine Lotusblüte öffnete. Oder ich war bereit dazu, im Vertrauen zu bleiben, egal, welche Wendung die Geburt nehmen würde. (Genau dieser Satz hat sich dann als mein Anker erwiesen)

Bei meinem zweiten Kind, meiner Tochter hab ich kein Drehbuch in dem Sinne geschrieben, sondern ich hab ihr einen Brief geschrieben, in dem ich ihr beschrieben hab, wie ich mir ihre Geburt vorstelle. Dieser Brief hab ich gestern das erste Mal seit ich mit ihr schwanger war wieder mal gelesen. Es war sehr berührend. Ich hab ihn geschrieben, als ich im 7. Schwangerschaftsmonat war und ich war so verblüfft: Genau so, wie ich die Geburt beschrieben hab, in jedem Detail, genau so ist sie  auch verlaufen. Ich hatte eine wunderschöne, kurze Wassergeburt ohne irgend eine medizinische Intervention, genau so, wie ich es mir gewünscht hab.

Die Geburt fängt für mich nicht erst mit der ersten Wehe an. Sie ist meiner Meinung nach mit der Schwangerschaft ganz fest gekoppelt. Ich für mich finde es so wichtig, dass ich mich mit positiven, stärkenden Bildern auf meine Geburt einstellen kann. Und das jetzt schon. Ich warte nicht ab, bis es dann soweit ist. Ich muss die Geburt nicht „irgendwie“ hinter mich bringen. Ich will sie leben, erleben, mit ihr mit gehen. Schliesslich steht der Skirennfahrer auch nicht neben dem Starthäuschen vor der grossen Abfahrt und stellt sich vor, was passieren könnte, wenn er nun die scharfe Kurve nicht kriegt. Nein, er sieht sich in Bestzeit elegant in höchster Konzentration den Hang hinunter fahren, nimmt jede Kurve in der richtigen Linie und fährt mit Leichtigkeit als erster durchs Ziel.

Genau diese Freiheit nehme ich mir auch. Ich sehe mich in Freude, bewusst gebären, spüre, wie ich mit jeder Wehe mit gehe und in Entspannung sinke. Ich fühle mich bei mir, bei meinem Kind, vertraue auf mich und meinem Körper und ich weiss, dass mein Kind getragen sein wird. Klingt das alles etwas fremd für dich? Dann setz dich doch hin und schreib deine Wunschgeburt auf, geh in sie hinein, lebe sie jetzt schon und lasse sie Realität werden.

Wir Frauen dürfen uns die Freiheit geben, in unsere Kraft zu kommen und uns ein schönes Geburtserlebnis gestalten. Dieses Erlebnis hängt nicht davon ab, ob wir in der Badewanne, zu Hause oder im sicheren Spital gebären, nein, es hängt davon ab, ob wir uns erlauben, in unserer Kraft zu sein. Ob wir uns erlauben, in uns hinein zu spüren, unsere Wünsche wahr zu nehmen und sie zu benennen. Ob wir uns die Freiheit geben, unseren Wünschen Flügel zu verleihen, sie zu leben, sie ins Jetzt zu holen.

Falls du über deine Wünsche sprechen und sie gerne in kraftvolle Affirmationen für deine Geburt umwandeln möchtest und dabei noch ein bisschen Unterstützung brauchst bin ich gerne für dich da!

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