Stell dir vor, du weisst, dass irgendwann mal in deinem Leben ein Ereignis ansteht, in dem du dich ganz neu erfahren wirst. Ein Ereignis, aus dem du ganz neu raus kommst. 

Wenn du erstmal die richtige Entscheidung getroffen hast, wirst du irgendwann mal durch diese Erfahrung gehen müssen, diese Prüfung antreten. Ob du nun willst oder nicht.

Auf dem Weg zu dieser Prüfung triffst du immer und immer wieder auf Menschen, die sie schon hinter sich hatten. Die meisten erzählen dir keine tollen Geschichten über dieses Ereignis. Weil sie es sich ganz anders vorgestellt haben. Oder eben gar nicht.

Vielleicht haben sie für diese Prüfung zu wenig gelernt, oder sie wollten bewusst nicht lernen. Oder das Thema lag ihnen einfach nicht.

Was ist mit dir? Magst du Prüfungen? Bist du eher der Typ Frau, die sich der Prüfung stellt, oder eher die, die unter Prüfungsangst leidet?

Manchmal kommt es mir so vor, als haben viele Frauen und Paare das Gefühl, dass Geburt eine Prüfung ist, die sie bestehen müssen, die sie so schnell wie möglich hinter sich haben wollen.

Ist diese Einstellung nicht irgendwie ziemlich respektlos? Da gebärt man ein Kind, sein eigenes Kind. Es ist der Anfang der Reise hier auf dieser Erde. Und wir? Wir wollen das Ganze einfach nur so schnell wie möglich hinter uns haben? Sind denn die schnellen Geburten wirklich die besseren als die langsamen? Ich weiss es nicht.

Ich habe schon einiges über das Gebären und Entbinden geschrieben. Über meine eigene, letzte Geburt. Darüber, wie ich mit dem Gebären meinen Frieden geschlossen hab.

Und weil diese Sache so vielfältig und speziell ist wie wir Menschen hier auf Erden, und diese BlogSeite die Geburt als zentrales Thema behandelt, ruf ich zur #Blogparade auf!

Wie das funktioniert? Ganz einfach! Du schreibst auf deinem Blog einen Artikel darüber, was Geburt für dich bedeutet.

Also, bist du Männlein oder Weiblein, Mama, Papa, Grosspapa oder Omi oder sonst jemand, der mit Gebärenden arbeitet und hast so richtig bock darauf, darüber zu schreiben, was für dich Geburt bedeutet, dann hau mal in die Tasten!

Versehe deinen Post mit dem Hashtag #wasistgeburt.

Ist dein Post fertig, dann verlinke ihn hier unter diesem Beitrag im Kommentarfeld mit einer kurzen Beschreibung. Ich werde diesen dann hier in den Beitrag einfügen.

Wenn du keinen Blog betreibst, aber trotzdem gerne über Geburt und was das mit dir so macht schreiben möchtest, dann schick mir deinen Text per Mail, ich werde ihn dann separat von hier aus posten. Das gilt auch für alle, die gerne anonym bleiben wollen.

Die Blogparade hat kein Ende, also kannst du dir ruhig Zeit lassen mit schreiben!

1. Juhu, und schon startet meine Parade mit dem ersten Beitrag von der lieben Maria von meinachtsamesleben.com! Ein wunderbar schöner Text, Maria schreibt es genau so, wie ich es auch seh:

„Nein, Geburt ist eine Transformation. Die Veränderungen, die wir als Eltern durchlaufen, sind so tief greifend, dass wir sie nie ganz erfassen werden können. Es ist mehr als die Wohnung kindersicher machen, eine Babyschale und einen Kinderwagen oder Tragetuch kaufen. Diese Veränderungen sind eine Chance. Eine Chance für uns mit unserem Leben nochmal neu zu starten. Alles auf Null setzen und durchstarten. Es ist die Chance unsere eigenen Wunden zu heilen, Wunden aus unserem Elternhaus, aus unserer Sozialisation, Wunden, die auf unserem Lebensweg entstanden sind. Die Geburt unseres Kindes ist der Moment, in dem unsere Welt aus den Fugen geraten und nie wieder so sein wird, wie vorher. Und das ist gut so.“

2. Auch die liebe Motherbirth bereichert mit einem tollen Beitrag meine BlogParade. Sie nimmt das Thema unter die Lupe, ob die grossen Geschwisterkinder bei der Geburt mit dabei sein sollen oder nicht.

„Sie sind noch so rein, so unbeeinflusst von negativen Geburtsberichten. Es ist mir immer wieder eine wahre Freude ihre neugierigen Fragen ehrlich zu beantworten. Dazu gehört für mich selbstverständlich auch, dass wir Geburtsvideos gemeinsam anschauen. Sie sollen wissen, was auf sie zukommen wird. Sie sollen verstehen, dass Geburt Arbeit bedeutet, ihnen soll klar sein, dass Mama tönen wird – vielleicht auch lauter. Mein Sohn NotYet ist zu einem regelrechten Experten geworden!“

3. Nadine von nadinegluckymom berichtet in ihrem Artikel von ihren beiden KaiserschnittGeburten und wie sie diese erlebt hat.

„Nach schier endlosen Minuten des Wartens kam ich in den Kreißsaal zurück, wo mein Mann, meine Tochter und die Hebamme schon auf mich warteten, Ich war so komplett fertig, die Hebamme stellte die Kleine im Wärmebettchen an mein Bett ran. Jetzt konnten wir uns richtig beschnuppern. Eine ganz wertvolle, intensive Zeit.“

4. Die liebe Silke von aber Wehe schreibt in ihrem wunderschönen Artikel über ihre erste, selbstbestimmte Geburtserfahrung, und wie sie sich dafür vorbereitet hat.

„In meinem Leben vor der Geburt meines ersten Kindes habe ich mir nie die Frage gestellt, was Geburt für mich bedeuten würde. Auch in der Schwangerschaft ging die Frage an mir bis kurz vor dem Ereignis vorbei. Ich habe weder Ratgeber gelesen, noch Geburtsvideos gesehen. Auch in meinem näheren Umfeld war keine Frau, die diese Erfahrung gemacht hatte und mir davon berichten konnte. In der Zeit bevor ich Mutter wurde, war ich in einer anderen Rolle, die ich leidenschaftlich ausfüllte.“

5. Im Artikel von Lottesmotterleben wird so schön beschrieben, wie es vielen Frauen geht: Aus dem Mythos Geburt wird eine wunderschöne, transformierende Selbsterfahrung, die einen so verändert, dass man sein Leben einfach nicht mehr so weiter leben kann wie bisher…

Mit dem Menschen, der ich vor der ersten Schwangerschaft war, habe ich nichts mehr zu tun. Das ist so weit weg, ein anderes Leben. Als wäre mein altes „ich“ verschwunden. Ein Schatten.

6. Der BlogPost von Urnaturaen ist ein ganz besonderer für mich, weil meine Geburtsaffirmationskarten bei dieser tollen WolfsMama einen ganz besonderen Platz bekommen haben. Danke vielmals dafür!

Geburt ist für mich Selbstbestimmung und Selbstermächtigung in einer Welt der Fremdbestimmung durchzusetzen. Das ist für mich der wahre Feminismus neben dem politischen.

7. Im Gastbeitrag von der lieben Doro beschreibt sie ihre Erfahrungen, die sie in ihren drei Geburten gemacht hat. Ein toller, authentischer Text von einer Mama, die selber nicht bloggt aber gerne an der Parade teilnehmen wollte, danke liebe Doro!

Für mich ist Geburt eine beeindruckende Naturgewalt, der deutlich spürbare Übergang von Schwangerschaft zum Mutter sein-  und dennoch völlig überbewertet und zu bedeutungsüberladen.

8. Der liebe Frank von Familienchaos ist der erste Papa, der in meiner Blogparade mitmacht, das freut mich natürlich sehr! Vielen lieben Dank für deine PapaSichtweise!

Man sagt ja immer, dass Katzen sieben Leben haben. Wir Menschen haben aber mitnichten nur das eine. Ich zähle bisher mindestens drei Leben (wenn nicht sogar mehr). Das Leben vor der Ehe. Das Leben in der Ehe ohne Kinder und das Leben in der Ehe mit Kindern.

9. Eva von Verfuchst und zugenäht schreibt von ihrem ungeplanten Kaiserschnitt und wie sie mit den Folgen zurecht kam.

Rückblickend betrachtet war meine Einstellung zur Geburt respektlos. Mal schnell hingehen, sich feste anstrengen und dann mit dem Kind glücklich heim… respektlos! Ich habe damals noch nicht verstanden, welch große Aufgabe es ist einem eigenständigen Wesen das Leben schenken zu dürfen. Zu anderer Zeit oder in einem anderen Land hätten mein Sohn und ich die Geburt nicht überlebt. 

10. Gina schreibt auf ihrer Blogseite über das Leben als Mama ohne Baby, Trisomie 18 und wie es dennoch weiter geht. Ihre Geschichte hat mich sehr berührt und ich bin sehr dankbar dafür, dass sie meine Blogparade mit ihrem ehrlichen Artikel über ihre stille Geburt bereichert.

Wie laut eine stille Geburt sein kann, wie anders es sein muss, wenn alles normal abläuft. Es hat mich erinnert wie stark ich doch sein kann und was mein Körper da geschafft hat und durchmachen musste.

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