Eigentlich, ja eigentlich sollte ich jetzt meinen Wäscheberg zusammen legen, bevor um 14.00 Uhr unser Besuch zu uns kommt. Ich sollte eigentlich in Ruhe die Küche und den Abwasch machen aber was hab ich getan? Schnell schnell alles husch husch abgewaschen um mich hier hin zu setzen. Vor den Bildschirm. Um zu schreiben. JETZT!

Der Wäscheberg ist echt.

Um Himmels Gottes Willen wieso denn gerade jetzt fragst du dich? Das kann ich dir so genau nicht beantworten. Ich weiss nur eins, ich muss jetzt schreiben, um meine Gedanken und Emotionen zu bündeln und um mir selber Luft zu schaffen. Strategisch ist das vollkommener Bullshit. Denn ich hab heute Morgen schon einen BlogPost veröffentlicht. Aber strategisches Denken war noch nie meine Stärke. Ganz ehrlich.

Um was es geht? Um mich und die digitale Welt. Ihre Sonnen- und ihre Schattenseiten. 

Wer mich kennt, der weiss, dass ich schon immer gerne geschrieben hab. Schon seit ich Kind bin. Aufsätze schreiben fand ich immer das allertollste an der Schule.

Wer mich kennt, der weiss auch, dass ich schlecht lügen kann oder dass wenn mich was beschäftigt ich darüber reden muss. Ich bin kein Mensch, der irgend etwas komisches vorlebt, was nicht meiner Wahrheit entspricht. Wenn meine Beziehung mit meinem Mann kriselt, dann kriselt sie, da mach ich kein Geheimnis draus (im Moment ist aber alles in bester Ordnung). Wenn mir meine Kinder auf den Sack gehen, dann sag ich das auch. Dir, und mir und meinen Kindern.

Zu diesem Blog bin ich gekommen, weil ein lieber Freund mich dazu inspiriert hat und mich immer und immer wieder gefragt hat, ob ich nicht doch mal mit einem Blog anfangen soll. Naja, lange Zeit hab ich mich mit dem Vorwand, dass das ganze Technik Gedöns nicht meins ist davor versteckt, nach aussen zu treten. Bis ichs dann irgendwann letztes Jahr im Januar doch gewagt hab. Ich bin diesem Freund heute noch extrem dankbar für diesen Schups ins kalte Wasser, obwohl er mich manchmal gerne zum Mond schiessen würde. Oder besser gesagt, mich zum Mond geschossen hat.

In der Zwischenzeit hab ich ganz viel gelernt.

  1. Ich hab gelernt, dass es eine Blogger Community gibt und dass man Artikel von anderen teilt und liked und Kommentare abgibt, wenn man selber auch zu dieser Community gehören möchte. Das Ganze macht total viel Spass. Und man lernt viele interessante Leute kennen, auch solche, die vom Bloggen leben können und damit Geld verdienen. Und das bleibt irgendwie dann im Kopf hängen, auch wenn man selbst mit bloggen kein Geld verdienen will. So wie ich. Also bei mir bleibts im Hinterköpfchen. Bei andern vielleicht nicht.
  2. Ich hab auch gelernt, dass das extrem viel Zeit braucht und ich gebe es zu, ich hab genau diese Zeit nicht um 5 Artikel am Tag zu lesen. Das geht nicht. Weil ich Mama bin. Und das mein ich jetzt nicht als Ausrede, sondern weil ich mich dafür entschieden hab. Ich sitze jetzt schon wieder eine Stunde vor meinem Laptop und hab ein schlechtes Gewissen. Obwohl meine Kinder friedlich spielen unten. Also tut es mir leid, wenn du meinen Text liest und selber auch bloggst und ich dich nicht immer lese, bitte vergib mir.
  3. Hab ich viel über Facebook gelernt. Darüber, wie man mehr Likes bekommt auf einer Seite. Sichtbarkeit ist das Zauberwort. Teilen, liken, gefällt mir bei andern klicken, auf sich aufmerksam machen. Damit andere deine eigene Seite sehen und die hoffentlich gut finden. Ich hab auch gelernt, dass den Likes hinterher rennen enorm viel Zeit braucht. Zeit, die ich nicht hab. Warum? Ah ja genau, weil ich Mama bin!  Im Moment hab ich 839 Likes. Tendenz sinkend. Sinkend? Ja sinkend. Obwohl die grosse Karin Wess behauptet, dass man ab 300 Likes ein organisches Wachstum auf sicher hat. Naja. Wahrscheinlich mach ich da was falsch. Ich gebe es zu, dass ich mich über jeden Like freue. Dass es mich fast aus den Socken gehauen hat, als mein Video über selbstbestimmtes Gebären vor einem Jahr auf FB über 56000 Mal angeschaut wurde. Ich fand das unglaublich toll. Und ich wollte mehr. Ich fand es unglaublich, was man alles mit diesen SocialMedia Kanälen erreichen kann. Wie viele Menschen man erreichen kann.
  4. Aber, und das ist die vierte Erkenntnis: Facebook und co. sind in meinen Augen sehr unberechenbar. Ich hab jedenfalls die Algorhythmik noch nicht verstanden, die dahinter liegt. Ich hab sie auch noch nicht geknackt.
  5. Ich lernte die Zahlen los zu lassen. Puh, oder besser gesagt, ich lerne es immer noch. Denn ich gestehe es, wenn ich einen Post mache, dann nimmt es mich wunder, wie viele Menschen ihn lesen. Und glaube mir, die meisten werden nicht sehr oft gelesen. Meistens sind es so 20- 50 mal. Alles was über 100 ist, finde ich super. Haha, da staunst du jetzt? Jaaaaa vielleicht sieht hier alles ein bisschen grösser aus als es ist. Aber um mich und dich zu beruhigen: ich hab auch ein paar BlogPosts die über 1000, 2000, 3000 und 4000 mal gelesen wurden…
  6. Ich hab gelernt, was für mich der Reiz an der ganzen Online Sache ausmacht. Es ist die Tatsache, dass ich unglaublich viel lernen kann. Zum Beispiel, wie man programmiert, Homepages umzieht, sich auf der org Version von WordPress zurecht findet. Ich weiss, was ein Parallax Effekt ist und ich hab unglaublich viele, tolle Frauen kennen gelernt, die mir gezeigt haben, wie was geht. Also wenn ich jetzt gerade langsam daran bin, mich dem Thema OnlineKurs zu nähern, dann mach ich das nicht nur, weil ich Geld damit verdienen möchte, sondern weil es für mich ein grosser Lehrblätz ist, und ich als Mama mein Hirn noch etwas trainieren und brauchen kann und will.
  7. Ich habe aber auch gelernt, dass man alles auch mal gut sein lassen kann. Eine Woche mal nicht mehr in den Computer oder das Handy schauen, um wieder bei sich anzukommen ist extrem befreiend. Um wieder Abstand vom Ganzen TamTam zu erhalten. Denn das Leben spielt hier. Bei mir. In meinem Dorf, meinen eigenen vier Wänden, in meinen MeditationsGruppen, in meinen Coachings für hochsensible Frauen. Hier gibts echtes Feedback, Menschen, denen man in die Augen schauen kann und dann merkt, dass man mit seiner Arbeit und Energie ankommt. Genau deshalb werde ich am Freitag wieder zwei Wochen lang eine Auszeit nehmen.
  8. Hab ich gelernt, dass es unglaublich wichtig ist, für sich selber erstmal heraus zu finden, was man denn wirklich, wirklich will. Meinen Blog hab ich von Anfang an mit der Absicht gestartet, dass ich damit Frauen erreichen möchte, die mit mir arbeiten wollen. Die ich inspirieren und begleiten darf auf ihrem Weg. Der ganz individuell sein kann. Und ich habe die Absicht, dass ich als Mama mit dieser Arbeit die ich tu immer noch für meine Kinder da sein kann. Denn sie werden nicht fremd betreut. Ja ich gebe es zu, ich parke meine Grossen auch ab und zu mal vor dem iPad um in Ruhe ein Coaching zu führen oder einen Artikel zu schreiben, der mir gerade unter dem Nagel brennt. (wie der hier). Und glaube mir, mit dem was ich tu verdien ich kein Vermögen!
  9. Hab ich gelernt, mich nicht mehr mit anderen zu vergleichen. Ich find euch PowerOnlineBusinessFrauen echt toll! Ihr arbeitet unglaublich viel und habt eine riesige Reichweite. Nur leider passt für mich euer Konzept hinten und vorne nicht. Ihr geht für mich nicht den weiblichen Weg, sondern passt euch dem patriarchalen Prinzip an. Ich will nicht sagen, dass das falsch ist, für mich passt es einfach nicht. Was denn ganz genau der weibliche Weg beinhaltet, das kann ich euch noch nicht so ganz genau sagen. Er hat sicher nichts mit verkaufen wollen und Marketing und Zahlen und Fakten zu tun. Das alles langweilt mich zu tode. Ich kann auch gut reden. Ich bin nämlich in der komfortablen Lage, dass ich eigentlich gar nicht Geld verdienen müsste, denn es würde auch dann reichen, wenn nur mein Mann arbeitet. Weil wir nicht viel brauchen. Oder weil ich meinen Chiron im Stier hab und deshalb, rein Astrologisch so oder so das GeldThema mit mir rum trag. Deshalb lass ichs lieber sein mit dem grossen Geld verdienen. Und den 289 Kunden in 10 Tagen wenn ich den supertollen mega OnlineKurs mache, der mich erstmal ein Vermögen, Nerven und viel Geld kostet, um mich in einer Facebook Gruppe zu finden, in der alle untereinander vergleicht und die fleissigsten belohnt werden. Ach nö, dass brauch ich nicht. Also eigentlich, ja eigentlich könnte ich den ganzen Stress lassen.

Wieso tu ich denn das, was ich tu?

Weil ich einfach gerne Menschen begleite. Weil ich gerne meine Meinung kund tu und mich mit anderen austausche. Weil ich unglaublich gerne schreibe. Weil ich ein verrücktes, hochsensibles Huhn bin das einfach manchmal ein bisschen anders und vielleicht auch mehr wahr nimmt als andere und gerne hilft. Begleitet. Coacht. Ohne zu sagen, was der Andere tun oder lassen soll. Weil ich gerne jedem den Raum öffne, den er braucht um sich zu spüren, um altes und hinderliches los zu lassen.

Und weil die ganze OnlineBusinessLandschaft so spannend ist.

Aber gerade jetzt, jetzt ist sie mir zu anstrengend. Weil ich keinen Bock darauf hab, potentiellen Kunden oder Likes oder was auch immer hinter her zu rennen. Weil ich keinen Bock auf SocialMedia Marketing und weiss der Geier was hab. Weil ich einfach hier sein will, präsent, für die Menschen, die zu mir kommen und mit mir an sich arbeiten wollen.

Ganz ehrlich, der Titel zu diesem BlogPost ist vielleicht so ziemlich geklaut. Vom Ken Jebsen nämlich und seiner Sendung me, myself and media. Für alle, die sich für alternative Berichterstattung interessieren und Ken Jebsen noch nicht kennen, denen empfehle ich, sich mal bei KenFm rum zu schaun.

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