Stell dir vor, du läufst den ganzen Tag mit einem Spiegel vor deinem Gesicht durch die Gegend. Mit jedem Menschen, mit dem du sprichst, lachst, dich streitest sprichst du eigentlich mit deinem Spiegelbild. Ein komischer Gedanke? Ja vielleicht komisch, aber auch spannend…

Stell dir vor, jeder Mensch, dem du begegnest spiegelt dir in seinem Sein Anteile, die zu dir gehören.

Kann nicht sein?

Dann lass mir mal kurz und knapp das Gesetz der Resonanz erklären. Es bedeutet nämlich, dass gleiches immer gleiches anzieht. Es erklärt, weshalb unsere Gedanken so mächtig sind. Denn sie erzeugen eine Resonanz und helfen uns dabei, in der Wirklichkeit das anzuziehen, was wir uns denken. Oft passiert das ziemlich unbewusst, manchmal ganz bewusst. Jeder von uns kennt wahrscheinlich den Spruch:

Du bist, was du denkst.

Oh ja. Und vielleicht, ja vielleicht war da vor dem Urknall in diesem Universum auch nur ein Gedanke, der irgend jemand mal gedacht hat. Diese Intention, die dann den ganzen Stein ins Rollen brachte.

Aaaaber, ich schweife gerade ab, sorry. Heute gehts um den Spiegel.

Du bist, was du denkst hab ich geschrieben und möchte diesen Satz weiter spinnen:

Du bist, was du im Anderen siehst.

Denn jede Begegnung, jeder Mensch geht mit dir in Resonanz. Er schwingt, du schwingt, ihr beide seit von einem Energiefeld umgeben (oooooh ja, Tanja wird wieder mal esotherisch, haha!) Stell dir vor, das, was du im Anderen siehst ist gerade einfach nur ein Ausschnitt dessen, was alles geniales, unendliches im Anderen drin steckt. Denn wir Menschen sind so vielseitig, wunderbar.

Das was du siehst, ist also das, worauf dein Empfänger gerade eingestellt ist. 

Geht dir also dein Mann gerade gewaltig auf den Sack, (nur so als Beispiel, gell) dann versuch doch mal, bevor du ihm „du huere Tubel“ an den Kopf schmeisst, in dich hinein zu horchen und heraus zu finden, WAS dich denn so grausam wütend macht an ihm.

Ein kleines Beispiel, wenn wir gerade bei den Männern sind, können wir auch gleich bei meinem bleiben, er kann damit umgehen. Mir geht mein Mann gewaltig auf den Sack, wenn er wieder mal Heim kommt, gestresst natürlich, und sich über die Unordnung in unserem Haus beschwert und dann anfängt wie ein bekloppter aufzuräuen.

„De huere….“ 

Äh Moment mal….

Wir sind ja gerade beim SpiegelThema, genau, da wär das TubelDing nicht so passend.

Also. Ich hab mich auch schon gefragt, was es ist, was mich dann so sauer macht. Ergebnis:

  • das Gefühl zu haben, es selber nicht hin zu bekommen
  • Das Gefühl zu haben, eine schlechte Hausfrau zu sein
  • Zu sehen, wie andere an festgefahrenen Strukturen fest halten
  • Sich bevormundet fühlen

Ahhhh und wem gehören diese Gefühle jetzt? Mir oder meinem Mann? Aha. Jep, sie gehören definitiv zu mir und nicht zu ihm. Ihm fehlt es ja einfach nur an Ordnung und Struktur… (was vielleicht auch mal was wäre zum hin schauen, who knows…)

Buaaaa, ich könnte glaube ich noch manch anderer Satz aufschreiben aber ich lass das mal. Und was mach ich jetzt damit? Entweder geh ist jetzt hin und lass meine Wut raus und sag meinem Mann was für ein Tubel er wirklich ist und die Situation eskaliert. Denn meine Gefühle, die werden unter dieser Option sicher bleiben. Oder stärker.

Option Nummer zwei wäre:  ich lass ihn in seiner Aufräumwut und schau mir mal die Dinge an, die er mir da gerade spiegelt.

Für mich. Hm. Letzteres ist halt mit ein bisschen Arbeit verbunden. Und weniger dramatisch. Dann chlöpfts halt nicht.

Na gut, das SpiegelDing könnte ich jetzt noch ins unendliche ziehen. Ich will mit diesem kleinen Textchen hier dich einfach nur dazu inspirieren, vielleicht beim nächsten Mal, wenn dir jemand so richtig, richtig auf den Sack geht, dir mal Gedanken darüber zu machen, weshalb das denn so ist.

Selbstreflexion nennt sich das. Und heiiii, das kann auch Spass machen.

Und Veränderung bringen.

Und Frieden, denn dann hats viel weniger Tuble auf der Welt, dein Mann und dich eingeschlossen. 😉

Viel Spass dabei!

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