Wer mich kennt, der weiss, dass ich eigentlich kein grosses Ding um die Dinge mache. Ich mag kein Tamtam, kein Hochstilisieren oder Drama. Ich bin grundsätzlich der Überzeugung, dass wir Menschen ganz tief in uns innen wohl doch alle gleich sind und in jedem von uns ein ganz wunderbares Wesen wohnt.

Kurz: Ich glaube an das Gute im Menschen! (Was mich schon einige Male auf die Schnauze fallen liess. Moment, Korrektur: mich viele wichtige Erfahrungen fürs Leben machen liess.)

Lange Zeit habe ich mich auch nicht an das Wort Hochsensibilität gewagt. Weil ich eben nicht in diesem SchublädliDenken hängen bleiben wollte. Und ganz ehrlich, meine Lieben, und da wird es sich wahrscheinlich jetzt manchem HochsensibilitätsExperten die Nackenhäärchen aufstellen, ich glaube, dass jeder Mensch eigentlich hochsensibel wäre.

Oder besser gesagt, hochsensibel durch sein Leben gehen könnte.

Wenn er denn wollte.

Wenn er sich für die feinen Dinge, wie sie um ihn herum passieren, öffnen würde.

Sich für die feinen Dinge zu öffnen, und sie wahr zu nehmen, sie zu beobachten, bewusst zu atmen, zu gehen, sein Leben einzusaugen, dafür gibt es ein schönes Wort. Es nennt sich Achtsamkeit. (Ich gebe es zu, es ist ein bisschen zum Modewort geworden.)

Ich bin mir auch ganz sicher, dass es immer mehr Menschen geben wird, die erkennen, dass sie achtsamer ihr Leben erleben möchten. Es wird auch immer mehr Menschen geben, die erkennen, dass sie hochsensibel sind. Weil wir gerade in einer Zeit des Erwachen leben. Wenn ich jetzt ganz esotherisch klingen möchte, dann würde ich dir jetzt schreiben, dass die Schwingung hier auf der Erde seit Jahren immer höher wird. Dass viele Menschen das spüren. Körperlich, wie auch geistig. Manche spüren es bewusster, manche eher unbewusst.

Viele Strukturen und Modelle passen einfach nicht mehr. (Ich glaube, das merkt so ziemlich jeder, der nicht gerade Tomaten auf den Augen und Ohren hat.)

Gerade jetzt herrscht eine Zeit, in der es sehr stark darum geht, zu erkennen, wer wir wirklich wirklich sind, und was wir genau auf diesem Planeten hier wollen.

Wenn dir meine esotherische Theorie nicht so gefällt, dann sag ich dir jetzt ganz abgeschwächt, dass wohl in der heutigen Zeit das Bewusstsein eines jeden Menschen wächst. Weil wir immer mehr und mehr die Zusammenhänge verstehen und merken, dass es so, wie es läuft hier auf der Erde einfach nicht weiter laufen kann.

Wir haben sogar Wissenschaften wie die Quantenphysik, die sich in Gebiete wagt, die vor Jahren noch als Humbug und esotherisches Geschwätz abgestempelt wurden. Man denke da nur mal zum Beispiel an das Gesetz der Resonanz, welches wisschenschaftlich bewiesen werden kann.

Vielleicht denkst du jetzt, dass die Welt  doch schon immer kurz vor dem Abgrund stand. Dass wir schon immer gesagt oder gespürt haben, dass es so nicht weiter gehen kann. Und da gib ich dir recht. Ich kann mich noch gut daran erinnern, als ich in der Oberstufe war und „Fuck Chirac“ an die Wandtafel schrieb, weil ich es einfach nicht nachvollziehen konnte, dass es 1995 noch Länder gab, die Atombomben testeten.

Mein Lehrer hatte keine Freude an meiner „politischen“ Aktion.

Sowieso, ich war in meiner Jugend wahrscheinlich ein ziemlich schräger Vogel. Ich fühlte mich unverstanden von der Welt, die ganzen Ungerechtigkeiten und die Tatsache, dass es so läuft wie es läuft hat mich fast aufgefressen. Die Menschen machten mich mit ihrem aufgesetzten Lächeln fast wahnsinnig, denn hinter dem Lachen, hinter der makellosen Fassade spürte ich oft Wut, Trauer, Hoffnungslosigkeit und Resignation.

Lange Zeit konnte ich damit nicht umgehen. Ich war einsam.

Irgendwann mal hab ich damit angefangen, mich anzupassen. Dem System, dem Spiel das hier läuft in der Gesellschaft. Es hat relativ gut funktioniert und ich war auch ziemlich erfolgreich. Ich wollte im Job die beste sein, ein eigenes Geschäft führen, erfolgreich werden. Viel Geld verdienen. 8000.- im Monat, die hab ich jeden Morgen visualisiert.

Und habs nie erreicht. Ganz ehrlich gesagt, mich für ein paar Jahre der totalen Kopflastigkeit zu widmen hat mir irgendwie gut getan. Ich musste mich nicht mit mir und meiner Gefühlswelt beschäftigen und ich hab gemerkt, dass ichs ja wirklich zu etwas bringen kann, wenn ich denn nur will. Und meinen Kopf genug anstreng.

Aber irgendwann, ja irgendwann hat es mir gereicht. Ich hab den Rebell in mir vermisst. Ich wurde zu einer erfolgreichen Frau, die nach aussen gelächelt hat und in ihr drin sah es aber sehr traurig und düster aus. Ich war jemand, der das Spiel anderer spielte und so zur Spielfigur wurde. Ich wurde zu einem Menschen, den ich in meiner Jugend so sehr gehasst habe. 

Ich merkte, dass mein Herz rebellierte. Es wollte leuchten, es wollte leben und wurde über Jahre immer wieder tot geschwiegen.

Das wollte ich nicht mehr. Und so hab ich mein Leben geändert. Ziemlich radikal.

Kinder sind auf die Welt gekommen, HerzBauchWerk ist entstanden und so geh ich meinen Weg.

Und merke: Da war nichts Schlimmes daran, die Aussenseiterin zu sein.

Denn ich war bei mir. 

Ich habe mich nicht mit dem Aussen verglichen oder identifiziert. (obwohl ich gerne hätte dazu gehören wollen)

Es hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin.

Wir sind alle ganz einzigartig, das muss ich dir wohl nicht sagen. Vor allem als hochsensibler Mensch geht es sehr stark darum, sich dieser oft kalten Welt nicht anpassen zu müssen, sondern den eigenen, meist so kreativen und kraftvollen Weg zu finden. Denn wir sind Pioniere. Wir sind die, die anders denken, vernetzter, feinfühliger, in eine andere Richtung. Darin steckt so viel schöpferisches Potential!!!

Und glaube es mir, die Kinder, die in der heutigen Zeit geboren werden, die wollen genau DAS leben! Und sie werden es uns Erwachsenen auf dem Silbertabletchen servieren, wenn sie merken, dass sie nicht können. Sie sind die wahren Rebellen. Die, die „Fuck Chirac“ zu tausenden auf Wandtafeln schreiben würden.

Ich weiss, das alles ist so leicht geschrieben und gesagt. Glaube es mir. Auch ich darf immer wieder, manchmal auch auf sehr schmerzhafte Art und Weise spüren, dass ich einfach ein bisschen anders schwinge als der Rest der Welt. Dass mir vieles näher geht als anderen. Das letzte Mal habe ich das erfahren, als ich mit unserer jüngsten Tochter drei Tage im Krankenhaus war weil sie ihr Bein gebrochen hatte. Krankenhaus und ich, das ist ein grosses, ein schwieriges Thema. Für mich eine riesige Challenge, mich auszudehnen und abzugrenzen. Es war so anstrengend und dennoch, es waren die Tage, in denen mir bewusst wurde, dass ich zu meiner Hochsensibilität stehen muss.

Sie benennen muss. Damit ich mehr verstanden werde. Damit sich andere in mir auch erkennen dürfen und merken, dass sie völlig in Ordnung sind, so wie sie sind.

Irgendwann ist dann noch dieses ZettelVideo entstanden dass so riesengrosse Kreise gezogen hat und mich wissen liess, dass es wirklich, wirklich an der Zeit ist, sich zu zeigen.

Manchmal ein bisschen rebellisch, manchmal ein bisschen aussenseiterisch und provokant. Aber immer aus dem vollen Herzen heraus.

„Ich bin wahr, klar, authentisch und ehrlich“ zu mir und zu den andern. Das ist mein Mantra. Schon seit Jahren. Ispiriert wurde ich dazu von einem Buch von Beate Bunzel-Dürlich. Das Lehrbuch für Medialität und Hellsichtigkeit.

Viele Jahre ist das nun her. Einige Ausbildungen sind darauf gefolgt. Und ja, ich bin mir mittlerweile sicher, dass Hochsensible einen sehr starken Zugang zu Medialität und Hellsichtigkeit haben. Vielleicht schon angeboren. Vielleicht ist Hochsensibilität einfach ein anderes Wort für „medial“ oder „Hellsichtig“, wer weiss.

Ich kenne jedenfalls keinen hellsichtigen oder medialen Menschen, der nicht hochsensibel wäre. Und für mich, ja für mich existieren sowieso keine Grenzen.

Ach ja übrigens, wer gerne am 9. September einen Workshop zum Thema Hochsensibilität besuchen möchte, der ist gerne dazu eingeladen! Anmelden kann man sich über das Formular auf dieser Seite hier.

 

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