Es ist ein bisschen ruhiger geworden um mich und meinen Blog, ich weiss. Das hat gute Gründe. Vielleicht hab ich so was wie eine Schreibblockade, ich hab keine Ahnung. Aber im Moment kommt mir gerade nicht sehr viel in den Sinn, von dem ich berichten könnte. (Also falls du noch irgend etwas wichtiges von mir wissen oder mich inspirieren möchtest, nur her mit den Themen!)

Sowieso, bin ich ziemlich in mich selber gekehrt und merke, dass sich da so einiges tut.

Ich hab diesen Sommer recht happig gefunden, energetisch gesehen. So einiges ist bei uns in der Familie gelaufen, wichtige Entscheidungen mussten getroffen werden und mein grösster geht jetzt in den Kindergarten seit vier Wochen. Zuerst war ich im FerienModus, jetzt bin ich im KindergartenModus. Ich muss dir ganz ehrlich sagen, dass ich mich noch sehr an die neuen Strukturen gewöhnen muss. Besser gesagt, die Tatsache, dass ich so Mühe hab mit diesen täglichen Strukturen ist mir erst die letzten vier Wochen so richtig bewusst geworden.

Am Morgen komm ich, die doch sonst immer locker um 4 Uhr wach ist nicht mehr aus den Federn und ich durfte mich mit einer Migräne  rum schlagen, die sich einfach nicht mehr von mir verabschieden wollte. Ich kenn mich so gar nicht. Und es macht mich fast schon ein bisschen wütend. Und klar hab ich natürlich dem ganzen Kindergartenstress die Schuld in die Schuhe geschoben. Weil ich das Kind holen und bringen musste, und dazu mussten ja die andern Kinder auch parat sein, inklusive mir. Und sowieso. Ein Weg zum Schulhaus und zurück hat uns eine ganze Stunde gekostet. Das mal zwei. Gibt zwei Stunden. Aaaaaaah!

Ich merke aber auch, dass es im Moment sehr stark darum geht, ins Innen zu schauen, bei sich zu sein, hin zu lauschen und heraus zu finden, was denn diese innere Stimme einem sagen möchte. Genau das zelebrier ich gerade. Und bin dabei im Aussen ziemlich unproduktiv.

Ich vertraue aber auch darauf, dass wieder andere Zeiten kommen. Ich kenne mich. Es ist immer ein auf und ab. Und dann, wenn ich wieder den Turbo zünde, dann kann alles nicht schnell genug gehen. Apropos Zyklus, da mach ich gerade an einem ganz tollen Onlinekurs von Josianne von Quittenduft mit. Er nennt sich Mondzeit. Sechs Wochen begleitet sie mich durch meinen Zyklus und erklärt, welche Phase für welche Qualität steht. Heute beginnt bei mir der Herbst, die Woche vor der Mens. Und ich find es wirklich total spannend, wie frau mit sich selber viel mehr im Einklang ist, wenn man sich mal diese Qualitäten ganz bewusst macht. Wer sich für den Kurs interessiert, der kann mal hier rein schauen! 

Vielleicht eröffnet sich mir wirklich dadurch eine ganz neue Qualität von mir, wer weiss. Es wird mir jedenfalls gerade bewusst, dass Strukturen doch nicht so falsch sind, wenn es die richtigen sind. Unser Zyklus gibt uns theoretisch schon ganz konkret eine Struktur vor, die wir zu unserem Vorteil nutzen könnten. Wir müssen uns einfach bewusst machen, dass diese Struktur eine weibliche ist, die ganz sicher nicht linear verläuft.

An den Kindergarten und die Schule muss ich mich noch gewöhnen. Ich muss mich noch ein bisschen im Alltag finden, heraus finden, wo denn genau jetzt HerzBauchWerk wieder seinen Platz findet, damit es nicht unter geht. Ich muss heraus finden, wann wir dann halt wieder den Haushalt machen. Aber es kommt alles. Die Zeiten, in denen meine Kinder bis 9 oder 10 Uhr neben der in die Tasten hauenden Mama lagen sind definitv vorbei. Auch meine Kinder werden jetzt strukturiert.

Ob ihnen das gefällt? ich weiss es nicht. Meinem Sohn gefällt es jedenfalls im Kindergarten. Er kennt aber auch nichts anderes. Er weiss mit seinen vier Jahren noch nicht, was Freilernen, Homeschooling oder Unschooling bedeutet. Und so findet er sich einfach mit der neuen Struktur mal ab.

Und ich als Mama mach mir Gedanken darüber, ob sie für ihn so passen. Weil ich vier Jahre lang jetzt die Struktur vorgeben durfte. Vorleben durfte. Ja ich gebe es zu. Vielleicht bin ich für Kinder schon fast zu strukturlos. Denn bei mir gibts nicht mal ein Schlafritual oder etwas ähnliches. Auch das Mittagessen kommt mal früher, mal später auf den Tisch und ein Znüni oder Zvieri um Punkt 10 oder 16.00 Uhr sucht man bei mir vergebens. Hier wird gegessen wenn man Hunger halt hat. Ich halte wenig von Nuggis und Lieblingsplüschtieren und es macht mich fast wahnsinnig wenn mein Kind am Rad dreht, weil ich jetzt dummer Weise vor ihm die Treppe runter gelaufen bin. Regeln in unserem Haus gibt es nur zwei: 1. die Schuhe werden im Vorraum ausgezogen. 2. Hier wird niemand geschlagen.

Auch für mein Business gibt es fast keine Regeln. Ich arbeite, wenn ich die Power und die Inspiration dazu hab. Und sonst lass ich es sein. Sonst ist wieder Zeit, um in mich hinein zu horchen. Das braucht manchmal ganz viel Mut, damit ich nicht das Gefühl hab, dass ich gar nichts mache. Dann sag ich mir immer, dass eigentlich mein MamaJob ja schon 100% sind. Der Rest ist noch ein Sahnehäubchen obendrauf. Dieses Sahnehäubchen kann dann schnell mal zu einem 60 oder 80% Pensum mutieren, wenn ich alle Stunden zusammen rechne.

Ja wer weiss, vielleicht ist es wirklich an der Zeit, ein bisschen eine ruhigere Kugel zu schieben. Weil ich gar nicht big Business machen will.

Und wer weiss, vielleicht, wenn ich wirklich wirklich mal meine ganz eigene Struktur gefunden hab (und glaubt mir liebe Frauen, die ist sicher nicht linear, das hab ich in den letzten Tagen gelernt!) verschwindet auch meine Migräne. Ich hoffe es jedenfalls.

Wie siehst du das mit der Struktur? Gibt sie dir Sicherheit? Brauchst du Strukturen? Lebst du in einer Struktur, die dir gut tut oder eher weniger gut?

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