Hast du das Gefühl, einfach ein bisschen anders schwanger zu sein als „normal“? Es kann nämlich sehr gut sein, dass deine Bedürfnisse in Bezug auf Schwangerschaft und Geburt etwas „speziell“ zu sein scheinen. Keine Angst meine Liebe, das alles ist nicht weiter schlimm, sondern völlig normal, wenn man hochsensibel eine Schwangerschaft erlebt.

Wer weiss, vielleicht findest du dich ja im einen oder anderen Bedürfnis wieder, das ich dir hier vorstelle.

Das Bedürfnis nach Verbundenheit.

Viele HSP haben einen grossen Zugang zu Spiritualität und zur Aussersinnlichen Wahrnehmung. Da ist es einfach zu wenig, zu denken, dass da eine Eizelle von einem Sperma befruchtet wird und schwupps, ist man halt schwanger und die Zellen teilen sich und irgendwann gebärt mach ein Kind.

Nein, so geht das nicht bei uns. Im Gegenteil. Oft spüren wir schon vor der eigentlichen Schwangerschaft, dass da „irgendwas in der Luft“ liegt. Dieses Irgendwas ist meistens eine kleine Seele, die sich uns schon auf einer anderen Ebene nähert. Es ist etwas wunderschönes, schon so wahr nehmen zu können, dass da jemand ist. Kann aber auch zur Belastungsprobe werden, wenn es mit dem SchwangerWerden auf Anhieb nicht sofort klappen will. Für mich war die Kinderwunschzeit immer eine ziemliche Belastungsprobe, vor allem, als ich zum ersten Mal versuchte schwanger zu werden.

Heute sehe ich das alles mit etwas anderen Augen. Auch deshalb, weil ich genügend Abstand von dem Thema gewinnen konnte. Ich sehe es so, dass wir oft erst auf der geistigen, spirituellen oder energetischen Ebene schwanger werden, bevor wir es auf der körperlichen Ebene sind. Manchmal merken wir das ganz bewusst, manchmal läuft das ziemlich unbewusst ab. So eine kleine Seele schwirrt jedenfalls einfach erst einmal ein bisschen um uns herum um die Lage abzuchecken, bevor sie dann bei uns landet.

Ganz egal, ob du schon schwanger bist oder gerne schwanger werden möchtest, wahrscheinlich trägst du die Sehnsucht in dir, dich mit dieser kleinen Seele verbinden zu wollen. Wir suchen immer nach Verbundenheit. Deshalb tut uns Trennung so weh. Schwanger zu sein bedeutet nicht nur, einen kleinen Körper in sich wachsen zu lassen. Es bedeutet auch, von einer kleinen Seele begleitet zu werden oder eben beseelt zu sein. Und da HSP viele feine Energien wahr nehmen können, ist gerade dieses „BeseeltSein“ eine ganz neue, spannende Erfahrung. Es kann neue Welten öffnen, dich spirituell ganz neu ausrichten.

Mein Tipp: gehe immer wieder in die Verbindung zu der kleinen Seele. Nicht nur zu deinem Baby, das physisch in dir wächst, sondern begegne deinem Kind auf Seelenebene. Ein wunderschönes, inspirierendes Buch darüber, von wo wir kommen und wohin wir gehen ist übrigens „Das Märchen vom Tod“ von Marie- Claire van der Bruggen.

 

Das Bedürfnis nach Harmonie.

Oh ja, du kennst es, oder? Harmonie wird bei dir ganz gross geschrieben! Und jetzt, wo du schwanger bist würdest du am liebsten die ganzen neun Monate auf einer HarmonieWolke schweben…

Denn schliesslich hast du gelesen, dass das Baby in dir schon alles mit kriegt. Du weisst, dass die Zeit in Mamas Bauch sehr prägend ist. Und du willst deinem Kind jetzt schon den besten Start ermöglichen. Kaum passiert etwas, dass dich aus der Ruhe bringt, wirst du nervös, bekommst ein schlechtes Gewissen, möchtest sofort wieder ins Gleichgewicht kommen.

Ich verstehe das. Aber das Leben läuft halt nicht immer in geregelten Bahnen. Vor allem dann nicht, wenn du schon ein oder zwei oder drei Kinder zur Welt gebracht hast. Oder noch in einem hektischen Job arbeitest. Glaube mir, auch das wird dein Baby verstehen.

Mein Tipp: Dann wenn du merkst, dass du aus der Harmonie raus kippst und dir ein schlechtes Gewissen um dein Baby machst, hör sofort auf damit! Denn genau das verstärkt die schlechten Gefühle und die Disharmonie noch mehr. Statt dessen lege ein paar ruhige Minuten ein, Atme tief, spüre den Boden unter den Füssen und stell dir vor, wie du ruhiger wirst und dein Atem bis zu deinem Baby gelangt. Atme tief und ruhig zu deinem Baby und sag ihm, dass alles ok ist, auch wenn es gerade etwas hektisch zu und her geht. Sei präsent.

 

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Das Bedürfnis, alles richtig und perfekt zu machen und zu kontrollieren.

Falls du einen grossen Hang zum Perfektionismus hast und dein erstes Kind erwartest, dann gib ich dir jetzt schon meinen Tip: Hör auf damit! Wenn ich durch meine Kinder etwas gelernt habe, dann ist es die Tatsache, dass (fast) nichts mehr in mein perfekt ausgedachtes Schema gepasst hat. Jedes Kind hat seine eigenen Regeln, ja seine eigene Perfektion. Wenn wir nun auf unsere Perfektion beharren wollen, wird es ziemlich kompliziert und kann sehr anstrengend werden.

Deine Schwangerschaft verläuft überhaupt nicht so, wie du dir das vorgestellt hast? Dein Körper will nicht so funktionieren, wie du das gerne hättest? Es macht dir plötzlich unglaublich viel Angst, wenn du an die Geburt denkst? Du willst dich endlich wieder im Griff haben und alles strukturieren und planen wie du das sonst immer tust?

Mein Tipp: Nochmals: hör auf damit!!! Statt dessen tauch ein in das, was dir deine Schwangerschaft gerade zeigen möchte. Akzeptiere deinen Körper so, wie er ist. Falls er nicht so fit ist, wie du das gerne hättest, dann gönn dir Ruhe. Falls du Angst davor hast, die Geburt könnte nicht so verlaufen, wie du das gerne hättest, bereite dich bewusst auf eine positive Geburt vor. Du hast es in der Hand. Ich empfehle dir dafür mentale Geburtsvorbereitung, wie ich sie zum Beispiel auch anbiete.

 

Das Bedürfnis, sich abzugrenzen.

Dass HSP sehr beeinflussbar sind von den Stimmungen anderer Menschen sind ist schon lange kein Geheimnis mehr. Im Gegenteil, ich möchte schon fast behaupten, dass es der stärkste Wesenszug von uns ist. Schwanger zu sein bedeutet für jede Frau, ob HS oder nicht, empfindsamer zu werden und empfindsamer zu reagieren. Nun, wenn jemand, der von Natur aus schon empfindsam ist noch empfindsamer wird, dann gilt es, sich wirklich ein Umfeld zu schaffen, das einem gut tut. Sonst läuft man Gefahr, von einem Hormontsunami nach dem anderen davon getragen zu werden.

Vor allem in Bezug auf die bevorstehende Geburt weiss ich von HSP, dass sie einfach ganz andere Bedürfnisse haben als die Mehrheit der Gebärenden. Jemand, der schon im „normalen Leben“ grosse Mühe damit hat, ein Krankenhaus zu betreten, weil die ganzen Sinneseindrücke zu viel sind, kann sehr schlecht entspannt dort gebären. Es kann also sehr gut sein, dass du dich in einem Geburtshaus oder zu Hause sicherer fühlst als im Krankenhaus. Glaube mir: das ist vollkommen ok, auch wenn andere dir etwas anderes einreden wollen. Nur weil 90% der Gebärenden sich im Spital am sichersten fühlen, muss das für dich nicht stimmen.

Mein Tipp: finde heraus, welche Bedürfnisse für dich als Schwangere, Gebärende und später als Mutter wichtig sind. Hör auf dich, dein BauchGefühl und treffe selbst bestimmte Entscheidungen. Akzeptiere, dass dein Weg ein anderer sein darf. Und dann steh dazu. In diesem Artikel erkläre ich dir, weshalb ich es für wichtig empfinde, dass HSP selbst bestimmt gebären sollten.

Umgib dich mit Menschen, die dich aufbauen, die dich und deine Bedürfnisse respektieren. Distanziere dich von Geschichten, die dir nicht gut tun. Erkläre zum Beispiel deiner Freundin freundlich und bestimmt, dass du die ganzen HorrorGeburtsGeschichten nicht hören möchtest, weil du dich und dein Baby auf ein positves Geburtserlebnis vorbereiten willst.

Aber achtung musst dich jetzt nicht in einer Höhle verkriechen. Werde einfach klar in deiner Ausrichtung und kommuniziere sie. (Kommunizieren heisst übrigens, dass du einfach deinen Standpunkt kund tust. Du musst dich dafür weder rechtfertigen noch dich in Diskussionen darüber verlieren, wenn du das nicht magst.)

 

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Das Bedürfnis die Schwangerschaft geniessen zu können.

Du möchtest Gestalterin deiner eigenen Schwangerschaft sein. Du willst eigenverantwortlich und unabhängig sein und bleiben. Deshalb mach einfach das, was dir gut tut. Hör auf dein Bauchgefühl. Und dann geniess diese neun Monate in vollen Zügen. Sie gehen viel zu schnell vorbei. Ich kann dir ein Liedchen davon singen.

Mein Tipp: Verbinde dich immer wieder mit deinem Baby, der kleinen Seele und geniesse dieses Beseelt sein. Führe ein Tagebuch, schreibe deinem Kind ein paar nette Zeilen jeden Tag oder jede Woche. Du darfst auch alles zu Papier bringen, was dich traurig macht, dich ängstigt oder aufwühlt. Dein Kind ist jetzt schon bei dir, nicht erst wenn es geboren wurde. Du bist jetzt schon Mama, nicht erst nach der Geburt.

Freue dich auf das, was kommen mag. Auch wenn es dir ein bisschen Angst bereitet. Das gehört dazu. Lade die Angst zu dir ein, versuch nicht, sie unter den Teppich zu kehren. Mach sie zu deinem Freund und lerne von ihr. Nimm sie an der Hand und schau hin.

Suche dir Menschen, die mit dir geniessen. Suche dir eine Hebamme oder eine Doula, zu denen du ein Vertrauensverhältnis aufbauen kannst. Menschen, die dich zu deiner Geburt begleiten und genau wissen, welches deine Bedürfnisse für deine Geburt sind. Suche dir Geburtshelfer, die deinen GeburtsRaum wahren können.

 

 

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