Schule. Ein ganz ganz grosses Thema von mir. Ein Thema, das ich lange Zeit verdrängt hab, ich gebe es zu. Ein Thema, das mich aber auch nicht mehr los lässt, das mich fasziniert.

Schule ist etwas, das gewandelt werden darf. In meinen Augen. Zu einem Ort, an dem sich Lehrer, Kinder und Eltern entfalten dürfen. Einen Ort, der glücklich machen darf. Geht das denn? Ist Schule nicht einfach etwas, durch das jeder von uns irgendwie hindurch muss?

Was passiert mit Menschen, die sich nicht diesem System „unterwerfen“?

Ich hab viele Filme und Vorträge gesehen und viele Bücher gelesen. Ich hab mit vielen Menschen gesprochen, die einen alternativen Weg gehen, was Schule betrifft.

Und was habe ich gelernt? So einiges. Zum Beispiel hab ich von André Stern gelernt, dass man doch auch noch „was“ werden kann, wenn man niemals im Leben eine Schulbank gedrückt hat.

Der Film Alphabet hat mir gezeigt, in was für einer schrägen Leistungsgesellschaft wir leben. Er hat mir aber auch einen ganz ganz spannenden Menschen vorgestellt, Gerald Hüther.

Ich habe mit zahlreichen Menschen gesprochen, die ihre Kinder Homeschoolen, freilernen lassen, sie Montessori- oder Waldorfschulen besuchen lassen.

Das, was ich für mich aber in den letzten drei Jahren am meisten gelernt habe, ist die Tatsache, dass lernen Spass machen darf. Ich  bin so etwas wie eine Freilernerin geworden. So viel hab ich mir selber bei gebracht. Zum Beispiel, wie man diesen Beitrag hier auf WordPress schreibt. „Das ist doch nun wirklich kein Ding!“ denkst du jetzt zum Beispiel.

Aber genau dieser Entscheid hat so viel mehr in mein Leben gebracht. Hat mich wandeln lassen, hat mich sichtbar gemacht, hat HerzBauchWerk einen Raum zur Entfaltung gegeben.

Was wäre, wenn wir unser Leben lang gerne lernen würden? Wenn wir erkennen würden, dass damit niemals Schluss wäre? Wenn wir in einem Umfeld gross werden würden, in dem das Lernen nicht gewertet, wir nicht bewertet würden? Grosse Fragen, die mich lange beschäftigten.

Fragen, die nicht weniger werden wollten, im Gegenteil. Als mein ältester Sohn den Kindergarten besuchte, wurden sie immer grösser.

Ich kann nur für mich sprechen, aber in meiner Schulkarriere habe ich mir selber ganz viele Barrieren auferlegt. „Du kannst das nicht.“ „Du bist zu dumm für Mathe.“ „Du musst viel viel vieeeeel mehr lernen als alle anderen, dass aus dir nochmals jemand wird.“

All das wandelte sich dann später, in meiner Ausbildung und Weiterbildun in Sätze wie: „Du musst die beste sein.“ „Du musst Karriere machen.“ „Du bist nichts wert, wenn du nicht arbeitest.“

Und dann fiel plötzlich der Name Glücksschule. Eine liebe Freundin erzählte mir begeistert davon und sagte mir, ich solle unbedingt mal dort rein schauen. Ich sah mir einen wunderbar inspirierenden Vortrag von Daniel Hess und Armin Fähndrich auf YouTube an und fühlte mich tief im Herzen berührt. Seine Worte hatten so viel Wahres. So vieles wurde logisch.

Eine grosse Sehnsucht machte sich in mir breit.

Ich las das gleichnamige Buch. So, wie ich immer Bücher lese. Mit Leuchtstift und Büroklammern und Notizen. Etwas ganz komisches passierte: ich hätte das ganze Buch farbig anstreichen können. Ich hätte das ganze Buch abschreiben können. Jeder Satz, jedes Wort war für mich so unglaublich wertvoll, so wahr, so wichtig.

Glücksschule ist mehr als ein Buch, dass von einer glücklichen Schule handelt. Es ist ein Buch, dass dich dazu anregt, dein Ich, dein Leben und deine Einstellung zu dieser Welt zu reflektieren. Es fordert dich auf sanfte, gute Art und Weise auf, aus dem Eckchen hervor zu kriechen und dich mit dir zu beschäftigen.

Es war das erste Buch, dass ich nicht schnell lesen wollte, zu kostbar waren die Worte, die darin standen. Es ist ein Buch, dass ich nicht ausleihen kann, obwohl ich sehr sehr gerne würde, aber es muss bei mir bleiben, zu gerne schlage ich einfach wieder mal eine Seite auf und lese darin.

Ich kann es auch deshalb nicht her geben, weil meine mittlere Tochter die erste Seite bemalt hat. Mit einem wundervollen Bild. So habe ich eine ganz spezielle, signierte Version. Ja ich weiss, ich könnte mich darüber aufregen, dass mein Kind mir mein Buch bemalt. Aber dieses Bild ist so passend, sie hat es genau am richtigen Ort, im richtigen Buch plaziert. Jedes Mal, wenn ich es aufschlage zaubert es mir ein Lächeln ins Gesicht. Und lässt mich daran erinnern, für wen dieses Buch geschrieben ist: Für die Kinder, die jetzt bei uns sind, die jetzt geboren werden. Denn diese Kinder sind ganz klar. Die wollen keine Kompromisse mehr eingehen. Sie wollen lernen, dabei aber auch glücklich sein. Es ist ihr Recht.

Das Buch ist aber auch für alle inneren Kinder, die in uns ruhen. Für die verletzten inneren Kinder, die dadurch ganz viel Heilung erfahren und ganz vieles anders machen dürfen. Wir sind die Veränderung.

 

Es ist ein Buch, aus dem ich einige Seiten heraus kopiert und in unserem Wohnzimmer aufgehängt habe, weil ich mich immer wieder an diese wichtige Message erinnern möchte. Es ist tupfgenau das, was ich immer wieder spüre, so wundervoll in Worte verpackt.

Es ist ein Buch, über das ich dir jetzt eine 2000 Worte lange Rezension schreiben könnte, dich aber vielmehr dazu einladen möchte, es zu lesen. Ich möchte dich dazu einladen, in die Glücksschule einzutauchen mit offenem Herzen und wahr zu nehmen, was dieses Buch mit dir macht. Vielleicht genau so viel wie mit mir und mit ganz vielen anderen Menschen da draussen.

Egal, ob du Kinder hast, die in der Schule sind, in die Schule kommen oder aber auch wenn du keine Kinder hast. Glücksschule zeigt dir, wie du dein Glück in dir findest.

Danke lieber Daniel, dass du dieses Buch geschrieben hast.

 

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