Sag mal, stehst du dir selber manchmal im Weg? Oder hörst du von Aussen, dass du dir im Weg stehst? Hast du dich schon einmal gefragt, was von dir da ganz genau im Weg steht? Und wie kann man den Weg frei machen?

Sind wir doch mal ehrlich: Eigentlich, ja eigentlich sind es immer wir selber, die uns im Weg stehen, wenn wir davon ausgehen möchten, dass wir dieses Leben hier ganz eigenverantwortlich angehen möchten.

Nur ist es halt ein bisschen einfacher, dem Partner, den Eltern den Kindern oder dem Arbeitgeber die Schuld zu geben, wenn mal was nicht so wie am Schnürchen läuft.

Denn alles was uns in diesem Leben begegnet ist so etwas wie ein Spiegel. Treffen wir auf Menschen, die uns emotional nahe gehen, ob jetzt positiv oder negativ, spiegeln diese immer Anteile, welche wir in uns tragen, sonst könnten wir das, was sie uns spiegeln, gar nicht erkennen. Denn unsere Wahrnehmung geschieht immer durch unseren Körper, er ist unser Resonanzgefäss, unsere Antenne, die alle Schwingungen, Energien und Emotionen wahr nimmt. Es ist auch unser Körper, sprich unser Verstand, der das alles, was wir wahr nehmen analysiert und einordnet.

Genau das ist theoretisch das schwierige an unserer Wahrnehmung. Wir nehmen immer über unseren Körper oder unser Energiefeld wahr. Heraus zu finden, was nun unseres und was nicht unseres ist, ist ziemlich schwer am Anfang, weil man nur über sich selber, den eigenen Körper wahr nehmen kann und dieses Wahrnehmen immer über den Verstand analysiert und bewertet.

Kinder zum Beispiel haben noch nicht das Bewusstsein, dass jeder Mensch seine ganz eigene Wahrheit und Realität in sich trägt. Sie beziehen alles immer auf sich. Ein feinfühliges Kind, dass wahr nimmt, dass die Mama zum Beispiel wütend ist, spürt einfach nur Wut in sich. Es kann nicht definieren, von wo diese Wut kommt. Es spürt Wut. Und was machen Kinder mit Emotionen? Genau, sie lassen sie raus. Kinder sind zum Beispiel super Resonanzgefässe für Emotionen, die in Familien unterdrückt werden. Oft brechen durch sie diese Emotionen aus. Und lange wissen diese Kinder nicht, weshalb sie so „überreagieren“ und haben oft das Gefühl, dass mit ihnen etwas nicht stimmt. Vor allem dann, wenn Eltern sie für diese Emotionen bestrafen, weil sie sie selber unterdrücken.

Als achtsame Mutter habe ich immer die Möglichkeit, heraus zu finden, ob mein Kind jetzt wirklich in seiner Emotion drin ist, oder ob es hier etwas transportiert, von dem es überlagert ist und das einfach nur raus muss. Spür ich selber Wut in mir, kann ich mich fragen, ob mein Kind vielleicht gerade meine Wut für mich raus lässt oder ich gerade seine Wut spüre.

Klingt das alles jetzt ein bisschen kompliziert für dich? Es ist vielleicht auch gerade nicht so einfach zum erklären. Aber diese Frage: Was ist meins und was ist deins ist sehr spannend und kann sehr befreiend sein. Denn zu erkennen, ob ein Thema, das mir gerade von jemandem gespiegelt wird, wirklich mein Thema ist, oder ich es jetzt einfach zu meinem Thema mache, kann sehr spannend sein.

Denn Dinge zu unserem Thema oder sogar Problem zu machen, obwohl es gar nicht unseres ist, darin sind wir doch Meister, oder nicht? ich war jedenfalls lange Zeit Meisterin darin. Ich hatte oft das Gefühl, ich muss den Anderen nur genug gut verstehen und in ihn hinein fühlen, dann kann ich ihm helfen.

Doch so ist es nicht. Erstens hat mich das immer sehr viel Energie gekostet, Menschen zu verstehen. Mit dem Verstand zu begreifen. Und ganz ehrlich gesagt, ich hab langsam das Gefühl, das geht sowieso nicht. Denn wer versteht sich schon selber, wie soll man da andere auch noch verstehen können?

Das Einzige, was ich kann, ist in Verbindung zu gehen mit den Menschen, denen ich in meinem Leben begegne. Und zwar in eine ehrliche Verbindung über das Herz. Auch das gelingt mir nicht immer, das gebe ich zu. Dann nämlich nicht, wenn mich mein Gegenüber zu sehr triggert oder verletzt hat. Ich übe mich darin, auch diesen Menschen ganz wertfrei zu begegnen.

Arbeite ich in Coachings, Seminaren oder Meditationsabenden mit meinen Klientinnen, dann stelle ich immer diese Herzverbindung her. Es ist mein Instrument, um wahr zu nehmen, offen zu sein, meine Antennen auszufahren. Dabei passiert manchmal ganz Spannendes: Nämlich dann, wenn mein Gegenüber im Vertrauen und offen ist, kann auch es im Vertrauen los lassen und sein Herz öffnen, dann dürfen ganz viele Prozesse in Gang gesetzt werden, darf ganz viel Heilung und eine Begegnung auf HerzensEbene geschehen.

Diese Prozesse finden aber nur so weit statt, wie der oder die Betroffene dazu bereit sind. Bewusst oder unbewusst bereit. Und ja, ich könnte auch ein bisschen rumgrübeln gehen, wenn das nicht der Fall wäre. Das mache ich aber nicht. Denn die Eigenverantwortung eines jeden Menschen zu wahren ist für mich eines meiner höchsten Grundsätze. Alles andere wäre manipulativ. Ich warte immer auf ein klares Ja. Mit dem Risiko, dass bei meinem Gegenüber nichts passiert und es einen Abend oder eine Sitzung verbringt, in der „nichts“ oder „zu wenig“ passiert ist.

Und ja, ich gebe es zu. Ich mag es, wenn Menschen zu mir kommen, wieder gehen und sagen: „wooow, das hat mein Leben verändert!“ Nur: wer mag das? Wer sehnt sich nach all der Anerkennung und der Bestätigung? Ja genau, mein Ego. Genau dieses Ego ist dann auch gekränkt und fühlt sich klein und wertlos, wenn es mal nicht so ist.

Ich kann nicht mehr als mit dem Herzen begegnen, mich öffnen, meine Mitmenschen einladen, es mir gleich zu tun. Ich kann nicht mehr als sagen, dass nichts Schlimmes passieren kann, dass man das kleine Ego, welches noch ein bisschen Angst davor hat, ablegen kann und dass man mit mir in eine ganz spannende Welt eintauchen kann.

Aber eintauchen, vertrauen, los lassen, sich öffnen, das muss jeder für sich selber tun. Ganz egal, wo er gerade steht. Dann darf ganz viel passieren. Sonst passiert nicht viel.

Das ist auch gut und richtig so.

Und trotzdem. Deins macht auch immer etwas mit mir. Auf eine ganz bestimmte Art und Weise. Auch das ist gut so, solange ich deins als meinen Spiegel erkenne und es nicht zu meinem Drama sondern einer Lernerfahrung mache. Einfach ist das nicht immer. Aber ganz schön spannend.

 

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