Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, als ich zum allerersten Mal schwanger wurde. Damals, vor sieben Jahren. Schon ein Weilchen ist es her. Ein ganz anderes Leben hab ich damals gelebt. Wir brauchten unsere Zeit um schwanger zu werden, mein Körper brauchte vor allem Zeit, um wieder ins hormonelle Gleichgewicht zu kommen, da ich über Jahre hinweg und ohne mir gross Gedanken zu machen, hormonell verhütete.

Von all den Schwangerschaften, die ich hatte, war diese meine liebste. Sie fühlte sich am leichtesten an, auch wenn sie nur 14 Wochen dauerte. Ich sehnte mich später in jeder Folgeschwangerschaft nach diesem wunderbaren Gefühl.

Meine erste Schwangerschaft war eine grosse Erleichterung, denn schwanger zu werden wurde für mich zu einem sehr anstrengenden Prozess. Ich mochte meine Kinderwunschzeit überhaupt nicht. Ich konnte sie nicht gelassen und ruhig angehen, sondern kontrollierte mich und meinen Körper, tat alles, um ein Kind zu empfangen, rechnete da und dort meine fruchtbaren Tage aus, pinkelte über Pinkelstreifen, die sich verfärben hätten sollen und klickte sie in ein Gerät, das mir hätte sagen sollen, wann mein Ei springt.

Ich machte mir riesigen Stress. In der Hoffnung, dass ich durch all diese Kontrolle und Struktur alles richtig machen würde, um endlich endlich schwanger zu werden. 

In Wahrheit hat all die Kontrolle, das Messen und festhalten von fruchtbaren Tagen und das krampfhafte Kontrollieren meiner Körperfunktionen genau das Gegenteil bewirkt. Ich verkrampfte mich, es wurde für mich von Zyklus zu Zyklus schwieriger, schwanger zu werden. Eine riesige Abwärtsspirale aus Kontrolle, Verkrampftheit und Ungeduld zog mich immer weiter in ihren Bann.

Also hab ich mich doppelt und dreifach darüber gefreut, dass es nun endlich geklappt hat. Tatsächlich, wir sollten ein Baby bekommen, ganz bald, wir werden Eltern! Alles passte so perfekt, wir standen kurz vor dem Umzug in ein kleines, schmuckes Reiheneinfamilienhäuschen und hätten genug Platz für ein Baby. Alles schien sich genau richtig zu fügen.

So genoss ich diese Schwangerschaft. In der 7.SSW besuchte ich zum ersten Mal meine Frauenärztin, auf dem Ultraschall war alles in bester Ordnung. Der nächste Termin zum Schallen machten wir am 1. September 2011 ab, anfangs der 14.SSW. Dann wäre alles durch. Diese unsichere Zeit, von der alle redeten. Die Zeit, in der man seine Schwangerschaft bitte noch geheim halten sollte, denn es könne doch noch so so viel passieren. Schliesslich verlieren so viele Frauen ihr Baby.

Ich war immun gegen solche Gedanken. Ich entschied mich ganz bewusst dafür, sie nicht an mich zu lassen. Ich wollte nicht zu den ängstlichen schwangeren Frauen gehören. Stattdessen schaute ich mir schon Kinderwagen und Babykleidchen an, schrieb mir all die Namen, die mir gefielen in ein kleines Büchlein.

Mein Bauch wuchs und wuchs und schon lange vor Woche 14 konnte ich diese Schwangerschaft nicht mehr verheimlichen. Ich wollte es auch nicht. Ich hätte es am liebsten der Welt hinaus geschrieen, dass in mir ein wunderbares, perfektes, kleines Leben heran wächst.

Und dann war sie da. Diese Woche 14. Dieser 1 September 2011.

Ich kann mich heute noch daran erinnern, wie ich aufgewacht bin, in unserem neuen Zuhause und mir dachte: „Tanja, geniess den Morgen noch, bald wird etwas auf dich zu kommen, dass nicht einfach für dich sein wird.“ Ich erschrak über meinen eigenen Gedanken und wandte mich wieder meiner Freude zu. Heute war der grosse Tag, heute sehen wir unser Kind endlich wieder im Ultraschall, ab heute dürfen wir ganz offiziell verkünden, dass wir Eltern werden.

Es kam alles anders.

Ich lag bei meiner Frauenärztin auf dem Behandlungsstuhl, mein Mann sass neben mir und wie sie mein Baby in meinem Bauch mit dem Ultraschallgerät zu erfassen versuchte, und ich nur ein kleines Menschlein sah, welches sich nicht bewegte, war ich die erste, die Klarheit in diese Situation bringen musste: „Das Kind ist tot, es bewegt sich nicht.“ sagte ich.

So war es. Unser Baby war tot. Es lebte schon lange nicht mehr. Etwa in der 8.SSW musste es gestorben sein. Meine Gebärmutter und Plazenta haben sich aber weiter entwickelt, waren auf dem Entwicklungsstand der 14. Woche.

Mit Situationen, die mir von einer Sekunde auf die andere den Boden unter den Füssen weg ziehen, die das Leben innerhalb von kürzester Zeit umzukrempeln scheinen, kenne ich mich aus. Das war mein Vorteil. Und doch tat es so unglaublich weh. Brach eine Welt zusammen.

Mein Kind wurde mir drei Tage später in einer traumatischen Operation entfernt. Ich habe weder ein Bild, noch irgend etwas anderes an Erinnerung an dieses Kind, an mein erstes Baby.

Ich weiss, manche mögen sagen, dass dieses Kind halt einfach nicht überlebensfähig war. Und vielleicht ist es ja besser so. Vielleicht wäre es mehrfach behindert gewesen. Und hei, das passiert so vielen Frauen.

Ja, es passiert extrem vielen Frauen. Erschreckend vielen Frauen. Das wird einem erst bewusst, wenn man selber in dieser Situation steckt. Denn Fehlgeburt ist ein absolutes Tabuthema.

Verständlicherweise. Denn wieso sollte man über diese schmerzliche Erfahrung einfach so aus dem Blauen heraus sprechen?

Ich fand für mich einen Weg, um mit der Trauer umzugehen, um mein Kind in einem Ritual zu verabschieden, um meinem Körper die Pause zu gönnen, die er brauchte, um zu regenerieren. Langsam wurde alles wieder besser. Langsam wurde ich optimistischer. Viel Trauer durfte ich durch mich hindurch fliessen und los lassen.

Und dann, dann wurde ich wieder schwanger.

Anders schwanger. Mir wurde bewusst, dass ich nie mehr in einer solchen Leichtigkeit schwanger sein werde, wie ich das im allerersten Mal war.

Das tat unglaublich weh.

Ich fühlte mich einer leichten, entspannten und kraftvollen Schwangerschaft beraubt.

Ich heulte manchmal stundenlang vor Angst, dass ich dieses Kind wieder verlieren könnte. Ich hatte unglaubliche Angst davor, wieder ein totes Kind wochenlang in mir zu tragen und nichts davon zu merken. Bei jedem Ultraschalltermin traute ich mich nicht, auf den Bildschirm zu schauen, bis mir der Arzt sagte, dass alles gut sei.

Die ersten 14 Wochen hätte ich mich am liebsten einfach in einer Höhle vergraben und keine Menschenseele angetroffen. Ich tat genau das Gegenteil, und stürzte mich in die Arbeit. Ich verdrängte meine Schwangerschaft. Schliesslich wurde ich auch genau im dümmsten Zeitpunkt schwanger. Eigentlich wollte ich eine Kinderwunschpause einlegen, weil da dieser neue Job war. Genau in der Kündigungstfrist wurde ich schwanger. Zu einem Zeitpunkt, in dem mir all die Pinkelstreifen und Temperaturmessungen versicherten, dass ich unfruchtbar wäre.

Ich war so traurig darüber, dass ich so viele Sorgen in meiner Schwangerschaft habe. So traurig, dass alles irgendwie nicht so perfekt zu sein schien, wie es sollte.

Schliesslich spürt doch ein Baby schon von Anfang an alles im Bauch der Mama.

Ich sehnte mich nach diesem leichten Gefühl, welches die allererste Schwangerschaft mit sich brachte. Ich wollte all die destruktiven Gedanken und Ängste los werden.

Es brauchte viel Arbeit mit mir, um alles zu lösen, es brauchte nochmals zwei Schwangerschaften, die ein gesundes Baby hervor brachten. Ich habe nochmals zwei Kinder zu den Sternen fliegen lassen. Das letzte letzten Sommer. Ja, fast hätten wir vier Kinder in den Händen gehalten. Nun sind es drei. Drei Erdenkinder und drei Himmelskinder.

All das, was ich erlebt habe sollte nicht umsonst gewesen sein. Nichts ist umsonst im Leben.

Deshalb war es für mich eine grosse Herzensangelegenheit, SorgenFREiSchwangerSein als Onlinekurs heraus zu bringen. Es ist aus dem tiefen Wunsch heraus entstanden, schwangere Frauen wieder in ihre Kraft zu bringen, ihnen zu zeigen, wie sie ihre Schwangerschaft geniessen, leicht und kraftvoll, bewusst und achtsam erleben können.

Denn ich möchte den Frauen und Müttern die Stütze sein, die mir gefehlt hat. Ich möchte zeigen, wie man Ängsten in der Schwangerschaft begegnen kann, sie los lassen kann, wie man immer und immer wieder in die Verbindung zum Baby gehen kann, auch wenn man es noch nicht spürt. Ich möchte zeigen, wie man Freude und Mut wieder fassen kann, wie man auf seinen Körper und sein Kind wieder vertraut und wie man entspannt die Schwangerschaft geniessen kann.

Ich weiss, dass Schwangerschaft und Geburt unmittelbar zueinander gehören, sie sind keine verschiedenen Paar Schuhe! Unsere Geburt hat Einfluss auf unser Leben, wie die Zeit, die wir im Bauch unserer Mama verbringen. Es sind die ersten Erfahrungen, welche wir als menschliches Wesen machen.

SorgenFREiSchwangerSein ist für alle Mamas, die mehr Leichtigkeit und Freude in ihre Schwangerschaft bringen möchten. Für Mamas, die aus irgend einem Grund, vielleicht, weil sie auch ein Kind viel zu früh wieder ziehen lassen mussten, wieder Vertrauen in sich und ihre Mutterkraft finden wollen.

SorgenFREiSchwanger sein legt den Grundstein für eine selbstbestimmte, kraftvolle und wunderschöne GeburtsReise.

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