Einer meiner Leitsätze in meiner Arbeit lautet: Erkenntnis ist die Kraft, mit der du dich befreist.“ Dieser Satz ist nicht von mir, sondern aus dem Lied Krieger von Thomas D. Tatsächlich begleitet mich dieses Lied seit meiner Jugend. Sein Text hat mich an das Buch „der Pfad des friedvollen Kriegers“ von Dan Millman erinnert, welches ich damals gelesen habe und wahrscheinlich meine Eintrittskarte zu meinem BewusstseinsWeg darstellte.

Noch heute ist dieses Lied ein Anker für mich, wenn ich einmal einer dieser Tage habe, an denen nicht alles so zu laufen scheint, wie ich mir das gewünscht hab. Es ist mein ansoluter Kraftbooster, sowas wie mein LebensSoundtrack.

In meiner Arbeit mit meinen Klienten stelle ich immer wieder eines fest, dass das Erkennen, was ist ein grundlegend wichtiger Prozess auf unserem gemeinsamen Weg in meinen Coachings ist. 

Die Probleme, mit denen feinfühlige, wunderbare Menschen den Weg zu mir finden sind sehr unterschiedlich. Neben dem Bestärken und Begleiten von Schwangeren und Gebärenden Frauen und Müttern, die sich einen bewussteren, achtsameren und leichteren Weg mit ihren Kindern wünschen, finden Menschen zu mir, die gerade in Herausfordernden Situationen stecken: schwierige Verhältnisse am Arbeitsplatz, zu viel Stress, Burnout, Depression, die Trennung vom Partner, alte Missbrauchsgeschichten, die immer wieder an die Oberfläche kommen.

Eines haben alle gemeinsam. Sie finden den Weg zu mir, weil sie erkennen wollen, was es ist, das sie in ihrem Weiterkommen hindert. Vielleicht ist ihnen das am Anfang gar noch nicht so bewusst. 

Zusammen tauchen wir ein in das Problem, welches sich gerade zeigt und oft läuten wir so schon den Prozess des Erkennens ein. Denn hinter jeder schwierigen Situation steckt meist ein Glaubensmuster, ein unverdauter Schlüsselmoment, Erfahrungen, die einen geprägt haben.

Menschen lernen sehr schnell, ihre Emotionen zu unterdrücken und sich vor Verletzung und Schmerz zu schützen. Sie legen sich oft sehr wirklungsvolle Macht- und Schutzstrategien zu, damit sie irgendwie da draussen, im System fuktionieren können.

Doch diese Macht- und Schutzstrategien haben einen Haken:

Sie hindern uns daran, uns ganz authentisch, wahr und klar zu zeigen. Sie sind oft Rollen, die wir bis zur Perfektion eingespielt haben, damit uns unser Leben nicht so weh tut. Rollen, damit wir nichts falsch machen können, damit wir nicht bestraft oder uns Liebe entzogen wird. Oft merken wir gar nicht mehr, dass wir uns mitten in einer Rolle befinden, in einem Konstrukt, welches wir uns selbst auferlegt haben, weil diese Rolle so sehr zur Gewohnheit, zu unserer Wahrheit wurde. 

Wir verlieren die Verbindung zu uns und können gar nicht mehr so genau sagen, wer wir sind.

Wir wissen nur eines: wir finden uns immer wieder in Situationen, die fast unerträglich werden. Es raubt uns extrem viel Energie, irgendwie noch zu funktionieren und den Fokus nicht zu verlieren, die Bedürfnisse, die unsere Umwelt uns stellt zu befriedigen. 

Wir sind so im Bedürfnisbefriedigen und Rollespielen gefangen, dass wir uns selber absolut verlieren. Im schlimmsten Fall kommt irgendwann der grosse Knall, der Zusammenbruch, unser System zieht die Notbremse. Unser Körper kann sich nicht mehr anpassen, kann nicht mehr mitziehen und schmerzt, gibt seiner Erschöpfung nach oder brennt aus.

Nach dem Erkennen kommt die Klarheit.

Ich will es gar nicht schön reden: Erkennen kann schmerzlich sein. Der Prozess, in dem dir vieles klar wird, sich der Nebel lichtet, du deine Muster, Glaubenssätze und Rollen, die du eingenommen hast verstehst, dieser Prozess ist einer, den ich dir nicht abnehmen kann und will. Denn es ist dein ganz eigener. Zu erkennen, dass man teilweise jahrelang sich von sich selber entfernt und eine Rolle gespielt hat, einfach nur aus Angst, verletzt zu werden, das kann ganz schön weh tun.

Dieses weh tun mal zu lassen. Diese Rolle zu verstehen. Verstehen und erkennen, weshalb man diese Rolle gespielt und den Glaubensmustern so viel Energie und Macht gegeben hat, das bringt so viel Klarheit. Das bringt Abstand zu der Situation. Das macht den Weg frei für ein neues Leben, für eine neue Ausrichtung. Es bringt ganz viel Klarheit.

Erkenntnis ist die Kraft, mit der du dich erkennst und befreist.

Ausschitt aus einem LebensbaumBild von mir.

Im Prozess des Erkennens beobachte ich immer wieder fünf befreiende Schritte, die dir dabei helfen können, dich mit Hilfe deiner Erkenntnis zu erkennen und dein Potential zu entfalten:

1. Die Situation tut so sehr weh, dass sie irgendwann mal fast unerträglich wird.

Ich weiss, das ist überhaupt nicht angenehm. Und ich weiss, dass wir alle in einer Gesellschaft leben, in der von uns erwartet wird, dass wir alle Lebenssituationen im Griff haben und immer genau wissen, was wir tun. 

Um die Kontrolle nicht zu verlieren eignen wir uns Schutzstrategien an. Wir ziehen uns vielleicht zurück oder werden sehr offensiv, weil Angriff die beste Verteidigung ist. Sie können sich in vielen verschiedenen und sehr gut getarnten Varianten zeigen, diese Schutzstrategien.

Jede Schutzstrategie hat einen grossen Haken: Schutz bedeutet immer Rückzug. Wir nehmen uns selber, unsere Essenz, unsere ureigene Energie zurück und legen irgend etwas über uns, dass uns schützen soll. Es ist aber nicht Unseres, egal ob es sich um eine Rolle, ein Muster oder einen Glaubenssatz handelt. Das alles sind Verkleidungsstücke, die wir über uns streifen, weil wir angst davor haben, nackt da zu stehen. 

Denn die meisten von uns haben schon früh in der Kindheit die Erfahrung gemacht, dass wenn sie sich nackt und pur so zeigen, wie sie sind, dass sie dann verletzlich und schwach sind. (Was daraus resultiert, dass uns als Kind oft nicht auf Augenhöhe begegnet wurde.)

2. Man fängt an, sich mit dem Thema zu beschäftigen und erkennt das Muster und die Glaubenssätze, die hinter dem Problem liegen.

Schritt für Schritt für Schritt. Zwiebelschicht um Zwiebelschicht erkennt man seine Glaubensmuster, seine Machtstrategien und Rollen. Glaube mir, das ist ein Prozess, der niemals aufhören wird! Auch ich bin noch mitten drin. 

Ich glaube, sich selber immer wieder zu reflektieren, sich zu fragen, ob der Gedanke über einen selber, der gerade aufgeploppt ist für einen richtig ist oder falsch oder einfach nur ein Konstrukt vom Ego ist, das ist ein Prozess, der für aufwachende Menschen nie aufhört. Und glaube mir, auch sehr bewusste und achtsame Menschen tragen noch blinde Flecken in sich, die sie noch nicht erkannt haben.

Erkennen was ist, ist ein lebenslanger Prozess.

3. Man merkt, dass man so nicht mehr weiter machen kann

Wenn du all deine Muster, die sich gerade dir zeigen erkannt hast, passiert meistens etwas, das nicht gerade sehr angenehm ist: Wirkliches Erkennen kann sich recht schwer anfühlen. Denn es wird dir klar, was dich daran hindert, dein Potential zu leben und mutig voran zu gehen.

Oft ist der Prozess des Erkennens gekoppelt an das Gefühl von Trauer, Ohnmacht und Wut. Wut darüber, dass man immer so weiter macht wie bisher. Ohnmächtig steht man da und weiss nicht, wie man aus dem Schlamassel raus kommt. Trauer kommt hoch, weil man sich nicht in dieser Situation sehen will.

All diese Emotionen haben ihre Berechtigung und wollen oft einfach nur ganz neutral gesehen und gefühlt werden. Ihnen wertfrei den Raum zu geben, den sie brauchen läutet schon den Prozess der Transformation und des Loslassens ein.

Oft höre ich in dieser Phase meine Klienten mir sagen, dass sie alles verstehen, aber sie wissen noch nicht, wie sie da raus kommen sollen. Der Kopf versteht. Das Herz und der Bauch können aber noch nicht integrieren. Weil da noch ein zwei Dinge sind, die auf der emotionalen und nicht auf der Verstandesebene gesehen und eben gefühlt werden wollen.

Erkennen ist immer auch mit Gefühl gekoppelt.

4. Finde heraus, wie sich dein authentisches Leben anfühlt und wie es aussehen soll.

Ist ein Problem, ein Thema, eine Situation und deren Muster und die Rollen, in denen du dich darin bewegst erst einmal erkannt, gibt es etwas ganz wichtiges, das du beachten musst: Du darfst nicht mehr in der Schwingung von deinem Problem bleiben.

Probleme lassen sich nicht lösen, indem man sich in ihrer Schwingung aufhält. Im Gegenteil. Sie verstärken sich nur.

Also ist in diesem Schritt ganz wichtig für dich zu erkennen, wer du wirklich bist und wie du pur, nackt und ohne Verkleidungsstück in Zukunft deinem Leben und dieser Situation begegnen willst. 

Genau das heraus zu finden kann ein Weilchen dauern. Und weisst du was? Nimm dir alle Zeit der Welt! Es ist dein Leben, deine Essenz, dein Potential dass da gelebt werden will und es hat es sich verdient, sich in seiner vollen Grösse, pur und ungefiltert zu zeigen. Vertraue darauf, dass nichts passieren kann, wenn du dich so zeigtst wie du wirklich bist. 

Verbinde dich immer wieder mit deiner Mitte, komm zur Ruhe, tu Dinge, die dir gut tun und dich in deinem Sein bestärken.

Wir alle lieben authentische Menschen, zumindest die, die auf unserer Wellenlänge schwingen und authentisch sind. Auch die, die uns nicht gefallen, aber dabei authentisch sind lösen in uns etwas aus, wenn wir ganz ehrlich zu uns selber sind. Meistens sind es Anteile in uns, die wir verdrängen. Positive oder halt eben negative.

Schreibe für dich eine Vision auf. Wenn du Mama und völlig unzufrieden mit deiner Situation als Mutter bist, dann schreib dir mal ganz bewusst auf, was für eine Mutter du denn genau sein willst. Schreib dir auf, wie du in welcher Situation reagieren willst. Während dem Prozess des Schreibens kann es sein, dass sich schon wieder das eine oder andere Glaubensmuster zeigt. Schreibe auch dieses auf, aber auf ein anderes Blatt Papier. Du findest so schon ziemlich schnell heraus, was dich daran hindert, deine Vision zu leben. Und denke daran, es sind nur Glaubenssätze.

5. Du fängst Schritt für Schritt damit an, deine neue Ausrichtung im Leben zu integrieren

Du musst dein Leben nicht von heute auf Morgen umkrempeln. Du musst nicht von heute auf Morgen nackt da stehen. Schliesslich hast du dich wahrscheinlich über Jahre in deinen Schutzmechanismen und Rollen bewegt. Wahrscheinlich hast du dich auch lange Zeit wohl damit gefühlt, bis in dir eine Stimme immer lauter wurde, die sagt, dass da noch mehr ist. Noch mehr pures Leben, noch mehr HerzBauchWerk in dir.

Also gib dir Zeit, aber mache wirklich bewusst jeden Tag einen Schritt in dein neues Leben. Und wenn es nur eine kleine Visualisierung ist, in der du dich mit deinem wahren Sein und deinem Herzenswunsch verbindest.

Ich wünsche dir ganz viele tief befreiende Momente in deinem Prozesss des Erkennens, deine

Falls du dich gerne von mir darin begleiten lassen möchtest, bin ich gerne in meinen Beratungen für dich da.

Zusammen zu erkennen macht übrigens auch mehr Spass! In meiner Facebook Gruppe finden sich HerzBauchWerkerinnen in einem geschützten Rahmen zusammen um sich gegenseitig in ihrem Prozess des Aufwachens zu unterstützen.

Falls du gerne die magischen Rauhnächte dafür nutzen möchtest, um dich zu erkennen und um die Zeit zwischen den Jahren bewusst und achtsam in deiner Mitte zu verbringen, dann lege ich dir meinen kostenfreien Onlinekurs zu den Rauhnächten ans Herz.

 

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