Tooli und Pixi waren noch ganz ergriffen von der Reise, die sie mit ihrem Zauberstern gemacht haben. Das Gefühl, plötzlich im eigenen Herzen zu weilen, alle Konditionierungen und Glaubensmuster weg fallen zu lassen war unbeschreiblich. Man befindet sich im Nichts. Und doch ist da so so viel. Alles. Reines, bewusstes Sein.

„Aber Netsui, ist es nicht unglaublich schwierig, im Alltag immer mit seiner Essenz und Lebensaufgabe verbunden zu sein? Vor allem: wie finde ich heraus, was meine Lebensaufgabe ist?“ fragte Tooli sie ganz gespannt.

„Ja klar ist das im Alltag, wenn wir immer wieder abgelenkt werden und in unseren Konditionierungen sind, nicht so einfach. Vielleicht spickt es dich in gewissen Situationen immer wieder ganz weit weg von dem, was du eigentlich leben möchtest. Aber weisst du was wirklich wichtig ist, liebe Tooli? Dass du die Situationen erkennen kannst, in denen du nicht mehr bei dir bist und aus einem Glaubensmuster hinaus reagierst. Nur schon diese Erkenntnis darf ganz viel in Veränderung bringen. Baue dir im Alltag immer wieder Ruheinseln ein, in denen du dich selber, deine Essenz, dein Herz spürst, du dir selber ganz nah sein und dich beobachten und selbstreflektieren kannst in deinen Handlungen. Das kann auf einem Spaziergang, auf deinem Lieblingsbänkchen oder in einem warmen Bad sein.“

„Oh, das ist eine gute Idee. Aber wie weiss ich, dass das, was ich tu das Richtige ist?“

„Du merkst es, liebe Tooli, wenn dein Gefühl ganz tief im Bauch stimmt. Verbinde dich wieder mit deinem Bauchgefühl und lass dieses dein Kompass sein. Es führt dich zielsicher zu deinem Weg. Chokkan kann dir dabei helfen. Merkst du langsam, wie wir Sterne alle ineinander greifen, wie wir miteinander verbunden sind? Wir ergänzen uns, jeder einzelne von uns lässt euch immer mehr und mehr in eure Kraft kommen. Ich bin hier, um dir die Freude an deinem Leben, diese Begeisterung daran wieder zu bringen. Finde heraus, was dir Freude bereitet. Finde heraus, was du brauchst, dass dich glücklich macht. Ich weiss, dass du eine ganz wunderbare Fee bist, die anderen stets zu diensten ist und ihre Arbeit ganz gewissenhaft und gut macht. Ist es aber wirklich das, was du aus deinem vollsten Herzen willst? Stellst du manchmal deine Wünsche für andere nicht ganz weit hinten an? Fühlst du dich dann irgendwie einsam, spürst eine Sehnsucht und alles wird schwer und du weisst irgendwie nicht weshalb?“

„Oh ja“, antwortete Tooli. „Und ich bekomme dann ein schlechtes Gewissen.“

„Wieso?“ fragte Netsui.

„Weil ich dann das Gefühl hab, dass ich wieder mal nur an mich denke, und dass es mir ja eigentlich gut gehen sollte. Ich hab ja alles. Ich hab eine tolle Freundin, eine Arbeit, darf vielen Wesen da draussen helfen und sie glücklich machen. Aber oft, wenn ich nach Hause komme, fühle ich mich einsam und unverstanden. Obwohl ich alles richtig gemacht und meine Aufgaben erfüllt habe.“ meinte Tooli.

„Hm, für wen hast du alles richtig gemacht? Kann es sein, dass du dich einfach den Strukturen, die da draussen herrschen, bestmöglichst angepasst und dich in ihnen bewegt hast? Was, wenn diese Strukturen so gar nicht dir entsprechen, wenn du eigentlich etwas ganz anderes für richtig hälst? Was hindert dich daran, das zu tun, was dir Freude bereitet? Du musst ja nicht gleich dein ganzes Leben umkrempeln, vielleicht findest du einfach mal heraus, was dir Spass macht.“ fragte Netsui.

Tooli überlegte ein bisschen und meinte: „Ja vielleicht sollte ich das mal probieren.“

„Ja weisst du Tooli. Eigentlich ist immer alles in Verbindung. Wenn wir uns von allem abgetrennt oder unverstanden fühlen, trennen wir uns in Wirklichkeit immer von uns selber. Wir kommen in den Widerstand zu den Menschen und Situationen, die uns begegnen und irgendwie wird dann alles ein bisschen komplizierter, schwerer und nervenaufreibender als es sein darf. Versuche, für dich heraus zu finden, was du brauchst, um dich verbunden, weit und glücklich zu fühlen. Finde immer wieder zu dir, verbinde dich mit dir, deiner Essenz. Schreibe auf, was dir in deinem Leben wichtig ist, gib deine Bedürfnisse und Wünsche kund. Schau mal, du hilfst ja ganz gerne anderen Feen und Tieren. Das fällt dir doch auch gleich viel leichter, wenn sie dir genau sagen können, was sie von dir brauchen. Umgekehrt ist es gleich: Die Anderen können viel leichter einen Schritt zu dir machen, sich mit dir verbinden, wenn sie von dir wissen, was du jetzt gerade brauchst oder wie es dir geht.“

„Ja da hast du vollkommen recht“, staunte Tooli.

„Dann setz ich mich jetzt einmal hin und schreibe ganz genau auf, was mich glücklich macht. Kommst du mit Pixi?“ fragte Tooli.

Und so machten es sich die beiden Freunde am grossen Pult bequem und sie fingen an aufzuschreiben, was sie brauchten, um ihr Herz zum leuchten zu bringen. Zwischendurch spürten sie immer wieder dieses Kribbeln in der Brust. 

Langsam kamen auch die anderen Sterne mit dazu und formierten sich um unsere beiden Freunde. Neugierig schwebten sie im Kreis hinter ihnen und beobachteten, was sie so alles zu Papier brachten.

 

Post Scriptum

Tooli ist in meinem OnlineKurs „Entdecke deine Hochsensibilität als PowerTool“ entstanden, sie und ihre Geschichte rund um die fünf Zaubersterne ist ein fester Bestandteil von diesem umfassenden Kurs, welcher hochsensiblen Menschen dabei hilft, die eigene sensitive Seite besser kennen und lieben zu lernen. Tooli hilft dir dabei, deine Hochsensibilität kraftvoll in dein Leben zu integrieren und als wunderbare Gabe zu nutzen.

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