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Seit knapp drei Wochen finden sich viele Familien in der Schweiz, in Deutschland und Österreich in einer ganz besonderen Situation: ihre schulpflichtigen Kinder bleiben zu Hause. Der Unterricht wird in die eigenen vier Wände verlegt und die Schulen bemühen sich, die Kinder mit genügend Aufgaben einzudecken.

Wie Schulen und Erziehungsberechtigte mit dieser Situation gerade umgehen, ist absolut unterschiedlich.

Die einen freuen sich unglaublich darüber, dass sie endlich und legal das Experiment Homeschooling ausprobieren können,sehen dies als eine riesengrosse Chance, selbstbestimmt und frei zu lernen und gehen dementsprechend darin förmlich auf. Andere versuchen strukturiert (und manchmal leider auch krampfhaft) irgendwie die Vorgaben der Schule mit den Kids abzuarbeiten und freuen sich schon wieder auf die Zeit, wenn die Kids wieder dem normalen Schulalltag nachgehen.

So oder so befinden wir uns gerade in einer noch nie da gewesenen Situation, mit der im Moment auf ganz unterschiedliche Art und Weise umgegangen wird.

Ich persönlich differenziere die Begriffe Homeschooling und das Abarbeiten vom Schulstoff in den eigenen vier Wänden. Deshalb möchte ich an dieser Stelle kurz die verschiedenen Begriffe erläutern: Homeschooler lernen so, wie es für sie stimmig ist. Sprich, das Lernen ist in ihrem ganz normalen Alltag integriert und passiert natürlich, aus einer intrinsischen Motivation heraus. Ich persönlich kenne keine Homeschooler, die das Wissen in ihre Kinder krampfhaft hineinpressen, (Vielleicht gibts da die eine oder andere Ausnahme, wer weiss.)

Das, was in der momentanen Situation in vielen Familien passiert ist leider oft der verkrampfte Versuch, den Schulstoff, den die Schule den Eltern und den Kindern vorgibt, irgendwie selbst zu vermitteln und in das Kind hineinzupressen. Komme was wolle.

Was daraus resultiert ist oft Frust, Konfrontation, innere und äussere Konflikte bei allen Beteiligten. Der Haussegen hängt schief. In einer Zeit, in der der sichere Hafen der Familie und Zusammenhalt wichtiger sind dennje.

Auch Schulen und Leherer gehen unterschiedlich mit dieser aussergewöhnlichen Situation um.

Denn während die einen Schulen und Lehrer von der Erwartungshaltung ausgehen, dass ihre Schüler nichts verpassen und den ganzen Schulstoff, den man im Klassenzimmer durcharbeiten würde, jetzt zu Hause erledigen sollten, gibt es andere, die lediglich Hausaufgaben den Kids mitgeben, die auf die Situation zugeschnitten sind und einfach von zu Hause aus erledigt werden können.

Hurra hurra die Schule brennt, oder: Welche Bilanz ziehen wir aus der Homeschooling Situation der letzten Wochen?

Ich möchte hier ganz sicher niemanden kritisieren. Nur verschiedene Blickwinkel der Situation betrachten und aufzeigen.

Denn im Moment scheint es für keinen der Beteiligten wirklich einfach zu sein.

Nicht für die Eltern, die oft unter dem Druck stehen, dass ihr Kind irgendwie schultechnisch funktionieren muss. Einige Mütter und Väter sehen sich verpflichtet, in die Lehrerrolle schlüpfen.

Es ist aber nicht die Aufgabe der Eltern, Lehrer zu sein.

Aber auch für die Schulen und Lehrer ist die Situation nicht einfach. Oft versuchen sie, ein bisschen Normalität in die Sache zu bringen und und müssen sich in kurzer Zeit mit digitalen, schnellen Lösungen beschäftigen.

Vor allem ist es aber für die Kinder nicht einfach.

Bitte lasst uns gerade sie und ihre Bedürfnisse nicht aus den Augen verlieren!

Hei, es ist auch für die Kids gerade nicht einfach. Auch sie finden sich wieder in dieser speziellen CoronaZeit. Man muss daheim bleiben, sieht seine Freunde nicht, muss irgendwie den Erwartungen von Schule und Eltern gerecht werden.

In vielen Familien bleiben plötzlich beide Elternteile zu Hause, weil die Arbeit auch auf Homeoffice umgestellt wurde. Es wird eng in den Familien. Konflikte können sehr schnell aufflammen und wenn man hier nicht achtsam und bewusst miteinander umgeht, kann schon einmal die eine oder andere Situation eskalieren.

Tatsache ist: wir lernen alle am einfachsten, wenn wir dies aus einer Freude heraus tun.

Hurra hurra die Schule brennt, oder: Welche Bilanz ziehen wir aus der Homeschooling Situation der letzten Wochen?

Für Kinder bedeutet das, dass sie am meisten aus dem Spiel heraus lernen. Ich weiss, das mag für uns Erwachsenen ein bisschen komisch klingen. Aber weshalb? Nur deshalb, weil wir spielen als etwas minderwertiges in unseren Köpfen einstufen.

“Mama, darf ich spielen?”

“Ja, wenn du das Zimmer aufgeräumt, die Hausaufgaben gemacht und den Znacht gegessen hast.”

Wer kennt nicht solche Sätze? Aber gerade jetzt, in dieser Situation wäre es so wichtig, die Kinder spielen zu lassen, ihnen so viel Freiheit zu schenken wie möglich. Denn durch das Spiel dürfen sie wieder Freude erfahren, verbunden mit sich selber sein und für ein paar wertvolle Momente einfach vergessen, dass im Moment da draussen eine Krise herrscht.

Diese Zeit als Chance nutzen.

Ich lade ganz viele Familien dazu ein, diese Zeit als eine grosse Chance zu nutzen. Meine Bitte geht vor allem die Mütter, die jetzt ihre Kinder begleiten.

Bleibt wach.

Beobachtet euer Kind. Wie lernt es? Macht es ihm Freude, all die Aufgaben abzuarbeiten? Wie lange kann es an einem Stück an einer Aufgabe sitzen? An welcher Uhrzeit arbeitet es am besten?

Wie kann ich in unseren vier Wänden ein Lernumfeld schaffen, in dem sich mein Kind wohl fühlt und mit Freude lernt? Welche Bedürfnisse hat mein Kind gerade in dieser Ausnahmesituation?

Hei, und bitte nicht vergessen: Welche Bedürfnissse habe ich als Mutter? Wie kann ich entspannt, gelassen und ruhig mit diesen Herausforderungen umgehen?

Ich höre von Müttern, die mir berichten, dass ihre Kinder die genialsten Dinge basteln, tüfteln, sich mit Dingen beschäftigen, die in der Schule nie Platz und Raum hätten. Doch die Freude über Genialität, Kreativität und den Erfindungsgeist der eigenen Kinder währt nur so lange, bis das Pflichtprogramm der Schule abgespult werden muss und sich das Kind verweigert, die Hausaufgaben zu machen.

Mütter kommen da oft in eine StressSituation.

Ins Vergleichen. Ins Verurteilen. Nicht selten zeigen sich Zweifel. Wie bringe ich mein Kind nun für die Schule motiviert? Wieso kann es nicht einfach das tun, was von ihm verlangt wird? Weshalb bringe ich es nicht gebacken, eine ordentliche Struktur aufzubauen, in der mein Kind so funktioniert, wie es von ihm verlangt wird.

Muss es denn Zuhause so funktionieren wie in der Schule?

Was macht die Tatsache, dass Schule jetzt in meinem zu Hause statt findet, mit mir? Kann ich hinter diesem System stehen?

Wie geht unsere Familie mit der Situation da draussen um?

Was braucht mein Kind jetzt gerade am meisten?

Will ich Wissen in mein Kind hineinzwängen oder es lieber frei lernen, spielen und erfahren lassen?

Habe ich angst vor den Konsequenzen, wenn wir den Vorgaben der Schule nicht nachkommen würden?

Habe ich angst, mein Kind verpasst etwas?

Wieso baue ich Druck auf? Tut der uns gut?

Das sind für mich ganz wichtige Fragen, um sich selber und auch die Situation zu reflektieren.

Schule, unsere Gesellschaft unsere Zukunft, sie alle sind im Wandel. Was wir jetzt brauchen sind WandelMUTige Menschen, die hinter ihren Werten und Bedürfnissen stehen, diese Welt zu einem besseren Ort machen.

Also liebe Eltern, macht euch doch einfach keinen Stress und folgt der Freude. Das tut nicht nur den Kindern, sondern auch uns Erwachsenen unglaublich gut. Und bitte bitte, sucht keinen Schuldigen, sondern taucht ein in die Frage, wie eine Schule der Zukunft gestaltet werden könnte, in der sich alle Beteiligten wohl fühlen würden,

Du hast gerade ein oder mehrere Schulkinder bei dir daheim?

Was sind deine Erfahrungen mit dieser herausfordernden Situation?

Oder bist du Lehrerin und magst deine Erfahrungen aus dieser Perspektive mit uns teilen?

Dann schreibt gerne hier in die Kommentare, ich sammle sie gerne.

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