Wir alle spielen in unserem Leben unterschiedliche Rollen. Jede von uns legt sich ab und zu eine Maske auf, um schwierige Situationen und Herausforderungen zu bewältigen.
Rollen und Masken gehören zur Identifikation unseres Egos dazu. Sie geben ihm den nötigen Raum, um sich zu entfalten und sich zu spüren.
In diesem Artikel möchte ich mit dir die Identifikation des Egos und die unterschiedlichen Rollen, die es spielen kann genauer betrachten.
Ich möchte dir aufzeigen, dass es hinter den Rollen noch mehr gibt: Nämlich Reines, bewusstes Sein – Selbst bewusst Sein.
Und ich möchte dir zeigen, wie die Verbindung zu diesem Bewusstsein dir dabei helfen kann, aus Dramen, Schutz-programmen und Glaubensmustern, die dein Leben schwer machen, auszusteigen.
Doch was sind Rollen ganz genau?
Wenn ich hier von Rollen schreibe, dann meine ich damit die Identifikation deines Egos. Eine Rolle ist also ein Teil von dir, der eine ganz klare Vorstellung davon hat, wer du bist oder wie du zu sein hast.
In Rollen finden wir auch immer ganz viele Erwartungen. Jeder Mensch trägt in sich die unterschiedlichsten Rollen. Wir verhalten uns auch ganz unterschiedlich in der jeweiligen Rolle. Du bist vielleicht Mama, Partnerin, Tochter, Liebhaberin, Chefin, Angestellte, Präsidentin, etc. und in jeder Rolle verhältst du dich anders.
Warum? Weil du dich in einem anderen Umfeld, in unterschiedlichen Rahmenbedingungen bewegst und in unterschiedlichen Beziehungen zu Menschen stehst.
Das alles gehört zu unserem menschlichen Erleben und ist absolut ok, solange wir uns in unseren Rollen wohl fühlen.
Manchmal werden uns aber auch Rollen auferlegt, die uns nicht wirklich passen. Oder ein Teil von uns hat eine ganz bestimmte Vorstellung davon, wie wir eine Rolle zu besetzen haben.
Wir können Rollen in unserem Leben nicht weg denken. Das ist auch absolut gut so. Aber wir können lernen, einen roten Faden zu finden, der uns darin unterstützt, jede einzelne Rolle in unserem Leben bewusst und achtsam, also präsent zu leben.
Um das zu verstehen, möchte ich kurz einen kleinen Exkurs machen ins Thema Trennungs- und Einheitsbewusstsein.
Das Wesen der Dualität zeigt uns auf, dass wir uns im Trennungs- oder Einheitsbewusstsein bewegen können.
Wenn wir das Wesen der Dualität verstehen und uns ihr hingeben können, verstehen wir auch gleichzeitig das Wesen der Einheit. Sie sind beide gegensätzliche Gesetzmässigkeiten.
Alles ist dual in unserer Welt.
Auch ein Problem zeigt sich immer dual. In ihm sind immer beide Aspekte enthalten.
Das Symbol von Yin und Yang zeigt uns auf eine einfache, aber klare Weise, worum es geht in der Dualität: Yin ist die Nacht, der Schatten, das Dunkle, das Weibliche. Yang der Tag, die Sonne, das Männliche.
Dualität ist der Ausgleich dieser beiden Energien. Im Licht ist immer auch Schatten enthalten, im Schatten immer auch Licht.
Die Frage ist nicht, wie ich diese Dualität überwinden kann, sondern vielmehr, wie wir sie betrachten. Entweder sind wir mittendrin im einen oder anderen Punkt und unfähig, das große Ganze zu betrachten, oder wir bewegen uns aus dem Feld, in dem wir gerade gefangen sind, heraus und erkennen das große Ganze. Wenn wir das tun können, sind wir bewusst.
Welchem Teil von dir gibst du die Erlaubnis, dir die Antwort auf die dringenden Fragen in deinem Leben zu liefern? Den Trennenden, identifizierten Teil von dir oder dem Teil, der immer mit allem verbunden und im Vertrauen ist?
Ganz egal, wie dein Leben aussieht: Es geht immer darum zu wissen, wer du wirklich bist und was du in diesem Leben dir selbst zu schenken hast. Es geht darum, den Blick zu weiten und dich fern ab von all den Identifikationen, Rollen und Masken zu betrachten. Das ist gar nicht so schwierig. Es ist vielmehr ein Spiel. Wir sind es uns oft einfach nicht gewohnt, mit unseren Rollen zu spielen, weil wir gelernt haben, sie unglaublich ernst zu nehmen, damit wir jemand sind.
Doch du bist immer. SEIN ist Gegenwärtigkeit. Dein Bewusstsein braucht keine Identifikation, damit es sich entfalten kann. Im Gegenteil. Es möchte sich frei entfalten.
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Was möchte dein Ego von dir?
Dein Ego möchte am richtigen Ort, an der richtigen Stelle zu Hause sein. Es ist ständig auf der Suche – nach Anerkennung, nach Erfolg, nach der richtigen Position in diesem Spiel der Dualität. Dein Ego möchte an der Position, die es scheinbar erreicht hat, unbedingt festhalten. Oder es will auf keinen Fall dort sein, wo es ist, wenn es ungemütlich wird. Das Ego führt einen unermüdlichen Kampf gegen die Dualität. Weil es das große Ganze mit seinem beschränkten Denken nicht erfassen kann.
Es wurde darauf konditioniert, möglichst alles richtig zu machen, damit es in dein Weltbild passt oder in das deiner Eltern, Lehrer, etc. .
Während dein Ego sich ganz viele Gedanken darüber macht, wer es ist, wohin es gehört und was es richtig oder falsch macht, gibt es einen anderen Teil in dir, der genau weiß, wer du bist: dein Bewusstsein.
Das Ego braucht also Rollen, um zu spüren, ob es richtig oder falsch ist. Es braucht eine Bewertung und es braucht Identifikationen, um kämpfen, flüchten, im Widerstand und der Bewertung sein zu können, damit es sich spürt. Ohne das alles ist es ein Nichts. Und nichts macht ihm Angst. Übrigens: das Ego meint das alles nicht böse, es will dich einfach nur vor Verletzungen schützen. Es gibt also keinen Grund, es bekämpfen oder los haben zu wollen (das wäre auch wieder so eine Ego Strategie, die im Übrigen oft in spirituellen Konzepten verpackt ist)

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Was bedeutet bewusst Sein?
Bewusstsein spürt die Einheit hinter der Dualität. Es weiß, dass wir alle eins sind und dass du einem höheren Plan folgst. Auch wenn wir ein besonders aktives Ego in uns tragen und uns sehr stark in der Welt der Dualität bewegen: Dein Bewusstsein ist immer da! Es ist immer aktiv. Es wäre auch dann aktiv, wenn dein Körper aufhören würde zu funktionieren. Das zeigen die vielen Forschungen, die Wissenschaftler über Nahtoderfahrungen durchgeführt haben.
Menschen, deren Herzen nicht mehr schlugen und deren Hirne nicht mehr arbeiteten, berichteten darüber, dass sie genau gesehen haben, was um sie herum passiert ist. Meistens kommen diese Menschen mit einem ganz neuen Bewusstsein ins Leben zurück.
Sie haben scheinbar plötzlich den Durchblick, verstehen die Dinge und können nicht mehr so weiterleben wie bisher, weil ihr Weltbild verrückt worden ist und sie plötzlich auf einer ganz neuen Ebene erfahren haben, wer sie wirklich, wirklich sind.
Um bewusstes Sein zu leben, musst du dir deiner Rollen bewusst werden.
Keine Angst: um das Bewusstsein zu leben, musst du nicht erst sterben – nur ein Teil von dir!
Die gute Nachricht: Um Bewusstsein zu erleben und sich aus der Dualität heraus zu bewegen, musst du nicht sterben!
Die Herausforderung dabei: Ein Teil von dir darf sterben, nämlich dein Ego. Das fühlt sich für manche vielleicht tatsächlich wie ein physischer Tod an. Wir werden dein Ego natürlich nicht vollkommen ausmerzen. Das will ich auch gar nicht. Das Ziel unserer Reise ist, dass du deine Identifikation genau so verstehen lernst wie das bewusste Sein und dass du zu unterscheiden lernst, wann du aus der Einheit heraus dein Leben gestaltest und wann ein Teil von dir sich am Trennungsbewusstsein festhält.
Lerne dein Ego verstehen.
Lerne also deine Rollen zu verstehen und nimm sie bewusst und achtsam wahr – so lernst du deine Rollen, Masken, Schutzstrategien und Glaubensmuster kennen und findest die Möglichkeit, dich immer mehr und mehr mit dem bewussten Sein deiner Selbst zu verbinden.
Wie entstehen Rollen überhaupt?
Eigentlich wird uns schon vom Moment unserer Geburt eine Rolle auferlegt.
Du wirst aus der wundervollen Verbundenheit, die du im Bauch deiner Mama erlebt hast gerissen und wirst geboren. Das ist der Moment, in dem sich ein Schleier über dein wahres Sein legt.
Du schlüpfst in deine allererste Rolle: Die des Kindes von deiner Mutter und deinem Vater. Dir wird ein Name gegeben und je nachdem, in welchem Umfeld du groß wirst, lernst du früher oder später dir verschiedene Rollen anzueignen.
Vielleicht haben sich deine Eltern so verbunden mit deinem innersten Kern gefühlt, dass sie dir so oft es ging den Freiraum gaben, so sein zu dürfen, wie du bist.
Vielleicht waren deine Eltern so sehr in Rollen und Strategien gefangen, dass sie bewusst oder unbewusst Druck auf dich ausübten, weil sie das Gefühl hatten, du müsstest ihren Vorstellungen entsprechen und du hast damit angefangen, Rollen zu übernehmen und dir Masken aufzuerlegen, die dir dein Leben erleichterten.

Unser Leben lang halten wir unser Ego mit Rollen und Masken am Leben.
Wir haben das Gefühl, dass die Dinge, dass wir so sein sollten, wie wir es uns vorstellen oder es uns die Gesellschaft vorgibt.
Wir schauen uns Rollen von anderen ab und würden unglaublich gerne so sein wie sie. Anstatt still zu werden und in uns hinein zu lauschen, um heraus zu finden, welches einzigartige, authentische Wesen in uns ruht lenken wir uns mit Rollen ab, die uns besonders hübsch, besonders erfolgreich, liebenswert, mächtig, clever, etc… scheinen lassen.
Der Unterschied zwischen bewusst gelebten Rollen und solchen, die destruktiv auf uns wirken:
Rollen gehören also zu unserem Leben wie das Salz zur Suppe. Sie sind das Spielfeld unseres Egos und lassen es erst so richtig wirklich werden. Sie entspringen im mentalen Körper und sind ein Konstrukt unseres kreativen Geistes. Ich unterscheide gerne zwischen zwei Arten von Rollen:
- solchen, die unserem innersten, wahren Kern entsprechen und sich natürlich aus dem Fluss des Lebens formen, wenn wir mit ihm verbunden sind.
- solchen, die aus dem ewigen Vergleichen, Bewerten und Verurteilen unseres Egos konstruiert werden und gegen unsere wahre Natur, unsere innere Wahrheit wirken.
Das Leben lädt dich also immer wieder dazu ein, dich selber zu reflektieren und zu fragen, ob die Rollen, die du gerade spielst deinen inneren Werten entsprechen oder nicht.
Ob sie für dein Wachstum förderlich sind oder dich eher daran hindern:
Die einfühlende, geduldige, überaus wohlwollende Mutter, bist das wirklich du?
Oder strengt dich diese Rolle unglaublich an und zehrt dir Energie?
Fühlst du dich schuldig, wenn du einmal einen Tag hast, in dem du so viel Wut und Ohnmacht deinen Kindern gegenüber spürst?
Die Partnerin, die ihren Liebsten umgarnt und seine volle Aufmerksamkeit immer dann bekommt, wenn sie das will?
Bist das wirklich du?
Die Angestellte, die alle ihr auferlegten Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit des Chefs erfüllt und eine Überstunde nach der anderen schiebt?
Macht die das aus der tiefsten, innersten Überzeugung und aus dem Gefühl der Hingabe heraus?
Die Spirituelle, die alles tut, um ihr Leben bewusst und achtsam zu gestalten, bist das wirklich du?
Oder kämpfst du in Wahrheit einen Kampf gegen alle negativen Gefühle und Gedanken und benutzt Spiritualität als Sprungbrett, um nicht wirklich in deinem Leben anzukommen?
Das Leben lädt dich also immer wieder dazu ein, dich selber zu reflektieren und zu fragen, ob die Rollen, die du gerade spielst deinen inneren Werten entsprechen oder nicht.
Ob sie für dein Wachstum förderlich sind oder dich eher daran hindern:
Die einfühlende, geduldige, überaus wohlwollende Mutter, bist das wirklich du?
Oder strengt dich diese Rolle unglaublich an und zehrt dir Energie?
Fühlst du dich schuldig, wenn du einmal einen Tag hast, in dem du so viel Wut und Ohnmacht deinen Kindern gegenüber spürst?
Die Partnerin, die ihren Liebsten umgarnt und seine volle Aufmerksamkeit immer dann bekommt, wenn sie das will?
Bist das wirklich du?
Die Angestellte, die alle ihr auferlegten Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit des Chefs erfüllt und eine Überstunde nach der anderen schiebt?
Macht die das aus der tiefsten, innersten Überzeugung und aus dem Gefühl der Hingabe heraus?
Die Spirituelle, die alles tut, um ihr Leben bewusst und achtsam zu gestalten, bist das wirklich du?
Oder kämpfst du in Wahrheit einen Kampf gegen alle negativen Gefühle und Gedanken und benutzt Spiritualität als Sprungbrett, um nicht wirklich in deinem Leben anzukommen?
Destruktive Rollen wirken immer trennend
Um in die Veränderung kommen zu können, geht es also darum, deine destruktiven Rollen zu entlarven, damit du nicht mehr unbewusst gegen deine eigene Natur handelst und damit beginnen kannst authentisch, frei und im Vertrauen dein Leben zu gestalten.
Viele von uns spielen Rollen, die ihnen überhaupt nicht bewusst sind. Und hei, eines musst ich hier an dieser Stelle auch noch erwähnen: Rollen zu haben ist überhaupt nichts falsches, im Gegenteil. Logischer Weise verhalten wir uns gegenüber von unserem Partner anders als gegenüber unseren Kindern oder von unserem Chef. Es wäre ein bisschen komisch, wenn wir das nicht täten.
Je nachdem, mit wem wir wie in Beziehung treten, verhalten wir uns anders. Das ist vollkommen ok. Perfekt ist es, wenn wir jedem Menschen mit offenem Herzen und in Verbundenheit zu unserem wahren inneren Kern begegnen können. So sind wir automatisch mit dem Gegenüber auch verbunden.
Dann spüren wir uns, unsere Bedürfnisse und sind in einer mitfühlenden Haltung gegenüber anderen.
Befinden wir uns jedoch in einer Rolle, mit der wir nicht im Frieden sind, sind fühlen wir uns automatisch getrennt. Die Rolle entspricht uns nicht. Sie korrespondiert nicht mit unserem Innersten und so können wir auch nicht aus unserer Kraft heraus in Beziehung zu anderen treten. Wir vergleichen, bewerten, manipulieren. Wir kämpfen, flüchten, unterdrücken unangenehme Gefühle und erliegen immer mehr dem Glauben, unserer Vorstellung der uns selbst auferlegten Rolle entsprechen zu müssen.
Doch passt diese Rolle auch zu deinem wahren Kern? Zu deiner inneren Natur?
Wenn wir uns in Rollen befinden, die unser Ego uns ausgedacht hat und die nicht mit unserer Wahrheit entsprechen, tut sich eine machtvolle Abwärtsspirale auf: die Spirale des Versagens. Die Angst, man könnte in seiner Rolle versagen, sie schlecht spielen und nicht glaubwürdig sein, wird immer größer. Man vergleicht sich immer mehr und mehr mit der Erwartung an einem Selber und verliert sich im Vergleichen, Bewerten, verurteilen.
Und logischerweise findet man immer jemanden, der alles besser kann, das Leben mehr im Griff hat, oder erfolgreicher ist als man selber.
Anstatt sich in Selbstakzeptanz zu begegnen spürt man eine Ablehnung gegen sich, die Gefühle wie Scham, Hass, Zorn, Wut, Ohnmacht auslösen können die wiederum unterdrückt werden, weil wir ja Enttäuschung und Verletzung vermeiden wollen. So verletzen wir uns immer selber und gleichzeitig verhindern wir unsere eigene Heilung und Transformation.
Merke:
Manche von uns sind wahre Meister des Rollenspiels und merken gar nicht, dass sie sich eine Maske auferlegt haben. Bis jemand kommt, und gehörig an der Maske rüttelt.
Destruktive Rollen trennen uns von unserer inneren Wahrheit. Sobald du dich getrennt und fehl am Platz fühlst, bist du in einer Rolle gefangen und hast dir eine Maske auferlegt.


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Über die Autorin Tanja Suppiger
Die spirituelle Begleiterin, Autorin, Künstlerin, Mutter & Unternehmerin ist Expertin für altes Wissen und neues Bewusstsein. Mit ihrem HerzBauchWerk® begleitet die Schweizerin Frauen aus aller Welt durch die Zeit der Rauhnächte, im HerzBauchWerk® Jahr und 1:1 in der HerzBauchWerkStatt. Bodenständig, naturverbunden und zutiefst spirituell nimmt sie sich den Lebensthemen von feinfühligen, empfindsamen Frauen an, begleitet, bildet aus und hält den Raum für Ausdehnung, Lebensfreude und Bewusstsein! Als Künstlerin gestaltet sie deinen Lebensbaum. Die Wartezeit beträgt derzeit 1 Jahr.
