WertVollSein – so stärken uns Werte im Alltag

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In diesem Artikel und Podcast geht es um das Thema Wertvoll sein und Werte ganz im Allgemeinen. 
Lass uns gemeinsam erforschen, wie wir uns wortwörtlich mit kraftvollen Werten füllen können, um das Leben selbstbewusster und fokussierter zu gestalten. 

 

Die folgenden Fragen möchte ich mit dir auf den Grund gehen:

Was sind Werte ganz genau? 

Welche Rolle spielen sie in unserem Leben? 

Warum sollte das Leben wertvoll sein? 

Welche Arten von Werten gibt es überhaupt? 

Was kann man ganz konkret tun, um sich seiner Werte bewusst zu sein und sie vielleicht gegebenenfalls auch zu verändern? 

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Wenn wir damit beginnen, uns ganz bewusst mit Werten zu beschäftigen und uns fragen, welche Werte für uns und unser Gegenüber wichtig sind, können wir unser Leben achtsamer, bewusster und auch fokussierter gestalten.

Werte sind eine lenkende Kraft in uns und sie stellen Leitmotive unserer Einstellung und unseres Handelns dar. Wir wachsen in Wertesystemen auf und bekommen schon früh als Kind Werte durch unsere Eltern, die Gesellschaft, Religion, Schule, vermittelt über.

Werte sind ein Teil von uns. Ich finde das auch immer schön, Werte mit dem Wort wertvoll Sein zu kombinieren. 

Wertvoll zu sein hat viel damit zu tun, sich seiner Werte bewusst zu sein. 

Man darf erfüllt sein mit Werten, die einem ganz wichtig sind und seinem innersten Wesen auch entsprechen. 

In uns wirken viele unterschiedliche Wertvorstellungen, die teilweise sogar auch in Konkurrenz zueinander stehen können. Es kann sein, dass so eine Art innerer Kampf entstehen kann, wenn zwei Werte aufeinanderprallen und wir das Bedürfnis haben, beide Werte zu leben, und im Leben zu integrieren.

Das kann wiederum natürlich spannende Prozesse oder auch innere Konflikte in uns auslösen. Ein Beispiel für so konkurrenzierende innere Werte könnte sein, dass ich als Mama oder Papa gerne zu Hause bei meinen Kindern bin und gerne Familie lebe. Gleichzeitig möchte ich aber auch eine Karriere leben und mich  im Job verwirklichen. 

Das sind zwei Werte, die einem wichtig sind und die vielleicht gar nicht so einfach oder überhaupt nicht unter einen Hut zu bringen sind. Innerlich sind wir dann immer mal wieder am Austarieren, welche Werte für uns wichtiger sind. 

Welche Werte Priorität haben und welche vielleicht auch ein bisschen weniger wichtig sind oder den Lebensumständen entsprechend ein bisschen hintenangestellt werden müssen. 

Werte zu haben ist etwas, das sich oft im Hintergrund, unbewusst abspielt, weil es einfach zu unserem Alltag gehört, Werte zu haben oder in Wertsystemen groß zu werden und sich in diesen Systemen zu bewegen. 

Frau sitzend am See

Es macht absolut Sinn, sich seiner Werte bewusst zu sein und sie unter Umständen auch zu überdenken.

Vor allem dann wenn uns bewusst wir, dass wir in einem Wertesystem unterwegs sind, das vielleicht gar nicht korrespondiert mit unseren innersten Werten oder wir uns sogar im Moment noch sehr stark an äußere Werte anpassen, die gar nicht mit unseren innersten Bedürfnissen korrespondieren. 

Werte sind sehr stark mit unseren Bedürfnissen verwoben.

Sie unterstützen uns dabei, sich seiner Bedürfnisse bewusst zu werden. Denn wenn man sich Gedanken über Werte macht und sich fragt, was für einem wertvoll ist im Leben, fragen wir uns zwangsläufig auch, was unsere wahren, inneren Bedürfnisse sind. 

Was ist mir wichtig im Leben, Was tut mir gut in meinem Leben? Diese Frage bringt uns unseren Bedürfnissen näher und lädt uns dazu ein, Ressourcen zu schaffen, um Gutes für uns und unser Wohlbefinden zu tun.

Es ist also von zentraler Bedeutung, sich seiner Werte bewusst zu sein, diese immer mal wieder zu überdenken und das Leben nach ihnen auszurichten.

  • Denn Werte können unserem Leben mehr Sinnhaftigkeit, mehr Klarheit und auch mehr Fokus schenken. 
  • Werte können auch unsere Visionen und unsere Ziele und unsere Träume begründen.
  • Werte sind etwas, das uns ganz viel Orientierung und Identität im Leben schenken kann. 
  • Werte schaffen Sinn, Gemeinschaft und auch Stabilität. 

Ein Wert volles Leben unterstützt uns also dabei, einen gewissen Sinn im Leben zu finden. 

Werte sind Leitsätze für unser Verhalten, für unser Sein, für unser Denken, Fühlen und Handeln. 

Sie unterstützen uns dabei, Entscheidungen leichter zu treffen. In schwierigen Situationen laden sie uns dazu ein, einen Check in zu machen und uns bei schwierigen Entscheidungen zu fragen, ob den Weg, den wir einschlagen wollen, tatsächlich unseren innersten Werten entspricht.

So werden wir sehr geführt und besitzen eine innere Leitplanke, die uns einfach darin unterstützt, fokussiert und auf unserem Weg zu bleiben.

Werte stärken in ihrem Grundsatz unser Selbstvertrauen und unser Selbstbewusstsein. 

Paar das auf die Berge blickt

Wir können Werte in unterschiedliche Arten unterteilen: 

 

Grundwerte sind grundlegende Werte von einem Mensch oder von einer Gesellschaft. Zum Beispiel Demokratie könnte so ein Grundwert sein, in dem man groß wird.

Materielle Werte repräsentieren Besitz, Wohlstand oder Eigentum. 

Die postmaterielle Werte sind übergeordnete Werte, die hinter dem materiellen Wert stehen. Das kann zum Beispiel Selbstverwirklichung oder Freiheit oder einfach ein glückliches Leben sein. 

Ideelle Werte haben einen subjektiven Wert, der sehr emotional geprägt ist, also eine emotionale Bedeutung für die Person, die diesen Wert in sich trägt, hat. 

Die persönlichen Werte von jedem einzelnen Menschen sind sehr individuell. 

 

Vor allem in Zeiten des Umbruchs lohnt es sich, immer mal wieder intensiv nach den innersten Werten zu schürfen.

Vor allem dann, wenn wir selbst im Wandel sind oder in tiefen Prozessen stecken. Dann macht es ganz viel Sinn, sich immer wieder auch auf die Werte, die einem wichtig sind, zu berufen, weil sie einfach eine kraftvolle Leitplanke darstellen können und uns auch immer mal wieder aus dem Strudel zurückholen können in unsere Mitte.

Vor allem auch im Businesskontext sind Werte etwas sehr Zentrales. Ein Firmenleitbild sollte auf den Grundwerten des Unternehmens aufgebaut sein, damit Kunden und Mitarbeiter spüren können, für welche Prinzipien die Firma steht. Das ist ein ganz, ganz wichtiges Fundament. 

Vor allem auch in der Selbstständigkeit kann einem dieses Aufbauen von Werten für das eigene Business ganz viel Sicherheit und Struktur schenken. Vor allem, wenn man am Anfang noch in den Kinderschuhen steckt und nicht so genau weiß, welche Strategie man wählen soll. 

 

Werte laden uns immer wieder ein, einen Check-in zu halten, in uns hinein zu spüren und zu fragen:  Hey passt das? 

 

Passt mein Denken, Fühlen und Handeln zu dem, wie ich mein Leben gestalten möchte oder eher weniger?

Werte unterstützen nicht nur uns persönlich darin, uns selbst sichtbar und fassbar zu machen, sondern sie geben auch Unternehmen, Projekten oder Vereinen ein Gesicht.

Das ist etwas, was man auch sehr unbewusst wahrnehmen kann, hinter welchen Werten eine Firma steht. Und da spielt natürlich auch wieder sehr stark dieses Gesetz der Resonanz mit. 

Wir fühlen uns einfach gesehen in Systemen, in Gesellschaften, die auch unseren eigenen inneren Werten entsprechen. 

Frau blickt auf Berge

Werte helfen uns, unsere Bedürfnisse zu erkennen und für sie einzustehen. 

Das habe ich auch schon kurz angesprochen. Sich seiner Bedürfnisse bewusst zu sein ist ein zentrales Thema, wenn wir fein sein wollen mit uns. Dann ist es ganz, ganz wichtig, dass wir unsere Bedürfnisse kennen und dass wir auch den Mut haben, für unsere inneren Werte und Bedürfnisse einzustehen und sie zu verbalisieren, um unser Leben unseren Bedürfnissen entsprechend gestalten zu können. 

Wie kann man sein eigenes Wertesystem aufbauen?

Ein Wertesystem besteht immer aus mehreren Werten, die man zusammenfügt. 

Es ist absolut sinnvoll, sich mal Gedanken darüber zu machen, welche Werte für einem von ganz zentraler Bedeutung sind. Wenn du magst, lade ich dich dazu ein, dir ein Wertesystem zu kreieren. Es unterstützt dich dabei, herauszufinden, welche Werte dir im Leben wichtig sind. 

Es gibt dir auch Orientierung darüber, ob die Wertesysteme im Aussen, in denen du dich bewegst, zum Beispiel im Job oder im Familien- respektive Freundeskreis mit deinen inneren Werten korrespondieren oder nicht.

Vielleicht magst du sogar noch ein bisschen tiefer forschen und stellst dir die Frage: 

Welches Wertesystem habe ich mitgekommen aus meiner Ursprungsfamilie, oder aus meiner Partnerschaft?

Passt das System noch zu meinen inneren Werten?

Welches Wertesystem herrscht an meinem Arbeitsplatz?

Korrespondiert dies mit meinem inneren Wertesystem oder herrscht da permanent ein innerer Konflikt?

Frau blickt auf Berge

Diese kleine Übung unterstützt dich dabei, dir deiner Werte bewusster zu werden und dein Wertesystem sichtbar zu machen.

Du brauchst dafür ein Blatt Papier, ein Büchlein oder kleine Zettel. Ich persönlich bevorzuge Zettel. Schreibe dann all die Werte, die dir wichtig sind und in den Sinn kommen auf. Wenn du mit Zetteln arbeitest, schreibe je einen Wert auf ein Zettelchen.

Du kannst dir dabei folgende Fragen stellen: 

Welchen Werten möchte ich auch mehr Raum geben? 

Welchen Werten möchte ich folgen? 

Schreibe einfach mal alle Werte auf, die dir in den Sinn kommen. Wenn du magst, kannst dir auch überlegen, ob es Teilbereiche in deinem Leben gibt, denen du ein separates Wertesystem zuordnen möchtest. 

Ich würde aber dir empfehlen, zuerst einmal ganz generell nach deinen wichtigsten, universellen Werten zu forschen, um einfach mal ein Gefühl für sie zu bekommen. 

Danach kannst du zum Beispiel in einen Teilbereich Familie unterteilen. Dort sind für dich dann zum Beispiel die Werte Liebe, Vertrauen und Verbundenheit wichtig. 

Vielleicht gäbe es für dich noch den Teilbereich der Partnerschaft. Dort könnten dann andere Werte, wie zum Beispiel Ehrlichkeit, Zweisamkeit, Erotik wichtig sein.

Spiele ein bisschen mit dem Thema Werte. 

 

Lass deine Werte mal auf dich wirken. Nimm dir vielleicht wirklich auch Zeit dafür. Vielleicht merkst du mitten im Alltag in einer bestimmten Situation, dass da ein Wert aufploppt, der für dich wichtig ist. Dann sammle ihn auf deiner Liste oder schreibe ihn wieder auf einen Zettel.

Wenn du fertig bist mit deiner Werte Sammlung, kannst du damit beginnen, sie zu sortieren. Mit Zettel fällt das ein bisschen einfacher. Du kannst dann deine Werte nach Thematiken und Wichtigkeit sortieren. 

Du kannst dir auch einen Wertebaum anlegen. Dabei legst du fest, welche Werte für dich die zentralsten sind und dich durchs Leben tragen. Lege deine Werte dafür einfach mal auf den Boden und verschaffe dir einen Überblick. Priorisiere dann nach deinen wichtigsten Werten und Themen. Es kann zum Beispiel sein, dass der Wert „Liebe“ übergeordnet  steht für weitere 5 Unterwerte. Lege dann diesen übergeordneten Wert unter die vielen Werte, bis du nur noch 3 – 5 Übergeordnete Werte hast.

Diese übergeordneten Werte, die den Stamm deines Wertebaumes darstellen, stehen auch für all die anderen kleinen Werte, die darüber sind. 

Ich finde diese Übung sehr, sehr machtvoll und das bringt einfach ganz viel Bewusstsein auch über sich selbst wieder ins Leben. 

Prüfe bitte auch immer, ob diese Werte auch tatsächlich zu deinem Leben passen, ob du diese Werte auch tatsächlich lebst in deinem Leben oder ob du die noch mehr leben könntest in deinem Leben. 

Frage dich vielleicht auch, was passieren würde, wenn du diese Werte noch intensiver in deinem Leben integrieren und leben würdest. 

Vielleicht möchtest du dich bewusst dafür entscheiden, diesen Werten mehr Raum zu geben, ihnen zu folgen und den Fokus aufrecht zu erhalten. 

Nun wünsche ich dir ganz viele tolle Erkenntnisse in deinem wertvoll sein. Wenn du magst, darfst du deine Erfahrungen gerne hier in der Kommentarspalte mit uns teilen.

Über mich

 

Hei hei, ich bin Tanja Suppiger, die Frau, die hinter HerzBauchWerk steckt.

Ich bin 43 Jahre alt und wohne mit meinem Mann (hui mit dem bin ich auch schon mein halbes Leben zusammen), unseren drei Kindern (9, 8 und 6 Jahre) und Labradoodle Momo im wunderschönen Luzerner Seetal.

Ich begleite in meinen Onlinekursen, Workshops und Einzelcoachings feinfühlige Menschen in ein bewusstes und achtsames Leben und zeige auf, wie Spiritualität, Achtsamkeit und Bewusstsein alltagstauglich im Leben integriert werden kann.

Denn ein neues Denken und Fühlen wird erst dann in deiner Welt da draussen manifestiert, wenn wir damit beginnen, auch die wertvollen Erkenntnisse in ein neues Handeln überzuführen.

 

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